Als am Samstag die jährliche Al-Quds-Demonstration vom Adenauerplatz zum Wittenbergplatz zog, sorgten eine Gegendemo und eine Kundgebung am Joachimstaler Platz dafür, dass antisemitische Parolen zur „Befreiung“ von Jerusalem (arabisch: Al-Quds) nicht ohne lauten Widerspruch blieben. An der Kundgebung haben, neben der Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde in Berlin, Lala Süsskind, auch Klaus Lederer und Petra Pau teilgenommen.
Der Al-Quds-Tag wurde 1979 vom iranischen Revolutionsführer Ayatollah Chomeini ins Leben gerufen. Wie bereits am Al-Quds-Tag 2009 hat Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad auch am Freitag erneut den Holocaust als eine „große Lüge“ bezeichnet. Gegen solchen widerlichen Geschichtsrevisionismus, gegen Islamismus und Antisemitismus setzten die 300 bis 400 GegendemonstrantInnen ein deutliches Zeichen.




Der Al-Quds-Tag wird alljährlich von Millionen von Muslimen in aller Welt begangen,
er ist eine Demonstration gegen die Besetzung Jerusalems und Palästinas durch israelische Armee und Regierung.
Es ist eine Demonstration für ein gleichberechtigtes Zusammenleben von Juden, Christen und Muslimen im Heiligen Land.
Auf der Kundgebung in Berlin wurde keine einzige antisemitische Parole gerufen – warum behauptet das die Linke?
Es war eine Demonstration für ein friedliches Miteinander.
Und warum ist soll es antisemitisch sein, gegen die Besatzung Palästinas und gegen die gewaltsame Entrechtung und Entwürdigung der Palästinenser zu sein?