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25. Januar 2012

Erste Sitzung: Zusammenfassung der Diskussion am

Zusammenfassung von Zielen und Problembeschreibung zur AG Strategische Öffentlichkeitsarbeit

 Die Ergebnisse der Diskussionsrunden in der Klausur des Landesvorstands und beim ersten Treffen der AG spiegeln eine in wesentlichen Punkten übereinstimmende Sicht wieder. Wobei in beiden Runden die Abgrenzung zwischen Zielen und Problembeschreibungen fließend waren. Oftmals erfolgte die Zielbeschreibung aus der Analyse von vorhandenen Defiziten bzw. wurden Defizite benannt mit dem Ziel, dieses zu überwinden.

Die Ergebnisse lassen sich wie folgt zusammenfassen:

 Ziele

  1.  Übereinstimmend wird als Ziel eine Erhöhung der Wahrnehmbarkeit der LINKEN in der Öffentlichkeit benannt.
  2. Die eigene Öffentlichkeitsarbeit soll DIE LINKE unabhängiger von der Medienberichterstattung über sie machen.
  3. Sie soll Aufmerksamkeit und Interesse bei WählerInnen bzw. bei potentiellen WählerInnenschichten für DIE LINKE schaffen und auch Interesse an einer Mitgliedschaft in der Partei erzeugen.
  4. Öffentlichkeitsarbeit soll mehr als ein interaktiver Prozess verstanden werden, in dem die Partei nicht nur Botschaften versendet, sondern auch Reaktionen darauf ermöglicht und diese verarbeitet.
  5. Öffentlichkeitsarbeit soll Transparenz, Mitarbeit und Beteiligung befördern.

 Änderungsbedarf:

 I. Möglichkeiten – Fähigkeiten - Akteure

  1. Mehrfach benannt wurde, dass es einen Mangel an Austausch, Zusammenarbeit und Koordination zwischen den verschiedenen Akteuren der Öffentlichkeitsarbeit im Landesverband gibt.
  2. Es fehlt an der Kenntnis, wer sich wo um welche Dinge im Landesverband kümmert, ebenso darüber, welche Möglichkeiten wo durch wen genutzt bzw. angeboten werden.
  3. Darüber hinaus wurde eingeschätzt, dass es vielen Akteuren an Wissen über und den notwendigen „handwerklichen“ Fähigkeiten zu einer guten Öffentlichkeitsarbeit mangelt.

 Lösungsansätze:

  • regelmäßige Treffen von Akteuren

  • Erfassung vorhandener Kompetenzen          

  • Bildungs- und Schulungsangebote

 II. Form – Stil – Sprache

Die eigene Darstellung und Ausdrucksweise wurde allgemein als oftmals zu rational, zu verkopft, zu technokratisch insbesondere in der Sprache empfunden. Das korrespondiert mit dem Befund, dass die eigene Öffentlichkeitsarbeit zu sehr darauf ausgerichtet ist, anderen zu erklären, wie die Welt zu sehen ist.

Dementsprechend wird gewünscht, dass DIE LINKE zu einer widerständigen, vor allem aber auch emotional ansprechenden Ausdrucksformen (zurück)findet.

 III. Kommunikationsmittel

  1. Die Öffentlichkeitsarbeit der LINKEN wird zumindest teilweise als zersplittert und uneinheitlich wahrgenommen, was die Wiederkennung der LINKEN, ihre Erkennbarkeit als gemeinsame Partei und ebenso der ihr gemeinsamen Positionen beeinträchtigt.
  2. Ebenfalls werden zumindest teilweise die verschiedenen Kommunikationsmittel/ -kanäle als nebeneinanderstehend, statt miteinander verbunden beschrieben.
  3. Es fehlt an innovativen, modernen Kommunikationsideen und an medienspezifischen Konzepten.
  4. Die Zusammenarbeit mindestens mit nahestehenden Medien ist zu verbessern.

 IV. Stellenwert der Öffentlichkeitsarbeit

Dieser wird in der Partei insgesamt als für zu gering eingeschätzt. Nach wie vor wird Öffentlichkeitsarbeit nicht als fester Bestandteil bei der politischen Arbeit mitgeplant bzw. ihr Umfang zu gering veranschlagt.

Text: Thomas Barthel