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29. Februar 2012

Zusammenfassung Sitzung 29.2.2012

Thema des Treffens war die Auseinandersetzung mit den derzeit im Landesverband herausgegebenen Zeitungen/ Blättchen als wichtigsten regelmäßig erscheinenden Printmedien.

Eingangs wurde eine Übersicht über die Zeitungen, ihre Auflage, den Rhythmus ihres Erscheinens sowie die Art des Vertriebs vorgestellt. In einem zweiten Schritt waren die Teilnehmenden gebeten, ihren Eindruck von der aktuellen Verfasstheit dieser Medien zu notieren. Konkret zu den Fragen:

  •  Findet ihr die Beiträge interessant und /odergeeignet, andere anzusprechen?
  • Sind die Blättchen gestalterisch und sprachlich ansprechend?
  • Welche Zielgruppen werden mit den Zeitungen erreicht?

Die Auswertung ergab bei vielen folgende Eindrücke:

  • Die Gestaltung der Zeitungen ist oftmals zu textlastig. Es gibt zu wenige Auflockerungen durch Bilder oder andere grafische Elemente. Durch die unterschiedliche Gestaltung der Titelseiten wird zumindest teilweise die Wiedererkennung eingeschränkt. Positiv vermerkt wurde aber auch, dass fast alle als Zeitungen der LINKEN erkennbar seien.
  • Inhaltlich sollen in erster Linie die eigenen Mitglieder und darüber hinaus allenfalls ein engerer Kreis kommunalpolitisch interessierter Menschen angesprochen werden. Allerdings ist es oft auch unklar, an wen sich die Beiträge tatsächlich richten sollen. (Unbestimmte und unklare Adressatenkreise)
  • Daraus folgt, dass wir mit unseren Zeitungen im Wesentlichen (nur) die eigenen Mitglieder, darüber hinaus allenfalls einen kleinen Kreis Interessierter aus dem engeren Umfeld der Partei erreichen. Wenn das tatsächlich die Adressatenkreise sind, dann erfolgt die Ansprache relativ zielgenau.

In der anschließenden Debatte wurde dieser Befund kontrovers diskutiert. Dabei wurde insbesondere darauf verwiesen, dass es bei vielen Mitgliedern eine hohe Identifikation mit den Zeitungen gibt, die sich in der Bereitschaft, sie zu verteilen, zum Teil auch dafür zu spenden niederschlägt. Mit den Zeitungen würden auch Menschen erreicht, die nicht Mitglied sind, aber sich mit der LINKEN identifizieren. Deutlich wurde auch, dass sie häufig genau in diesem Umfeld eingesetzt werden.
Auf der anderen Seite ist es aber auch Anspruch, über diese Kreise hinaus Menschen mit diesen Zeitungen zu erreichen. Wobei es unterschiedliche Auffassungen darüber gibt, wie weit darüber hinaus das angestrebt wird und mit diesem Mittel machbar ist. Die Unklarheiten darüber, wer damit angesprochen werden soll sowie die unterschiedlichen Ziele die damit verbunden sind (Mitgliederbindung und -information, WählerInnenansprache, kommunalpolitische Information, u.a.) führen dann auch immer wieder zu Kompromissen bei der inhaltlichen Gestaltung. Diese ziehen sich durch fast alle Blättchen, auch die BerlinInfo.

Daraus ergibt sich für die weitere Debatte die Frage:
Mit welchem Konzept schaffen wir es einerseits breitere Kreise von an der LINKEN interessierten Menschen mit unseren Zeitungen anzusprechen, ohne dass sie darüber die Funktionen, die sie bisher durchaus erfüllen (insbesondere Mitgliederbindung und Identifikation) verlustig gehen?

Dazu gab es in der Diskussion mehrere Vorschläge, die aus Zeitgründen nicht mehr ausreichend zu diskutieren waren. Diese Debatte soll in den kommenden Wochen mit Hilfe eines Linkspads geführt werden. Wer sich daran beteiligen möchte, klicke bitte hier, um auf das Linkspad zu kommen.

Stille Diskussion
über Erscheinungsbild und Adressatenkreise