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Arbeitskonferenz Mitgliederentwicklung

Workshop: Partei als sozialer Raum

Liste der Teilnehmenden: Mitglieder aus Spandau, Pankow, Abgeordnetenbüro berlinxx.net, Friedrichshain-Kreuzberg, Landesgeschäftsstelle, Charlottenburg-Wilmersdorf, Reinickendorf, Marzahn-Hellersdorf, Roter Stern e.V., Reinickendorf, Treptow-Köpenick

1. Kernaussagen der Input-Referate

Linker Sportverein: „Roter Stern Berlin e.V.« (Felix Schulz)

Der Sportverein »Roter Stern Berlin e.V.« stellte sein Selbstverständnis als explizit linker Verein und seine spezifischen Angebote vor. Der Rote Stern bietet einen diskriminierungsfreien Raum ohne Rassismus, Homophobie, etc. für Sport. Der Verein wurde von Menschen gegründet, die diskriminierende Erfahrungen in anderen Sportvereinen gesehen oder erfahren haben und haben eine Alternative geschaffen.

Als explizit linker Verein arbeitet der Rote Stern viel im politischen Bereich. Er unterstützt und organisiert auch sportliche Veranstaltungen mit Parteien wie DIE LINKE, SPD und Grüne. Es gibt eigene Sport-Turniere, Feste und Feierlichkeiten. Gemeinsam mit der LINKEN hat der Verein bisher u.a. an den Respect Gaymes, dem Fischerinselfest, dem 1. Mai teilgenommen und politisch im NOLympia-Bündnis oder Protesten gegen Rechts teilgenommen. DIE LINKE. Berlin ist Trikotsponsor beim Roten Stern.

Der Rote Stern ist ansprechbar, wenn Strukturen der LINKEN sportliche Aktivitäten (z.B. Fußball-Turniere) durchführen wollen. Es gibt AGs in vielen verschiedenen Sportarten. Die Erfahrung des Vereins zeigt, dass sich mit Sport niedrigschwellige Angebote an alle Altersklassen machen lassen und Menschen für Politik interessiert werden können.

Offenes Abgeordnetenbüro: »berlinxx.net« (Alexander Jahns)

Das offene Abgeordnetenbüro von Carola Bluhm, Uwe Doering und Klaus Lederer unter dem Namen berlinxx.net soll in den Kiez ausstrahlen und als soziale Anlaufstelle vor Ort dienen. Es gibt Beratungsangebote für Menschen und Initiativen im Kiez und bietet ihnen gleichzeitig auch Räume, Infrastruktur und Unterstützung bei eigenen Projekten.

Im Berlinxx.net sollen Menschen aufeinandertreffen, egal ob LINKE-Mitglieder oder nicht und gemeinsam Ideen entwickeln. Neben politischen Diskussionen soll das berlinxxnet auch Musik, Lesungen usw. für den Kiez anbieten.

Nicht zuletzt bietet das Büro auch Möglichkeiten, der eigenen Mitgliedschaft gemeinsam mit den Abgeordneten in entspannter Atmosphäre zusammenzukommen, zu diskutieren und Spaß zu haben.

In den Themengebieten der MdA arbeitende Landesarbeitsgemeinschaften können sich mit diesen im Büro beraten.

Durch die offene Atmosphäre des Büros sollen vor allem junge und jung gebliebene Linke sich rund um das Büro vernetzten können und gemeinsam Politik für Berlin entwickeln.

Veranstaltungsreihe: Polit-Frühstück in Reinickendorf (Marion Kheir)

Mit dem Polit-Frühstück bietet DIE LINKE einen kleinen linken Leuchtturm im CDU-dominierten Reinickendorf. Die Reihe bietet nicht nur einmal im Monat ein kostenloses Frühstück, sondern findet bewusst immer in Verbindung mit politischen und kulturellen Angeboten statt. Es soll der Eindruck vermieden werden, dass es sich beim Frühstück lediglich um Almosen handelt sondern auch gezielt Menschen für politische Diskussionen animiert werden.

Auch für Neumitglieder bietet das Polit-Frühstück eine gute Gelegenheit die Partei in netter Atmosphäre kennen zu lernen und einen eigenen Weg in die Partei zu finden. Das Frühstück wird im Bezirksverband bewusst als eigenständige Veranstaltung mit einem Mix aus geistiger und körperlicher Nahrung beworben und durchgeführt.


2. Ergebnisse

Welche erfolgreichen Projekte (Best practices) gab es, was waren die Gründe dieser Erfolge?

  • Ausstellungen, Diskussionen, Lesungen in Abgeordneten- oder Parteibüros können auch die interessierte Anwohnerschaft erreichen, eine gute Themenwahl und Bewerbung vorausgesetzt.
  • Offene Abgeordnetenbüros können Anlauf- und Organisierungsstellen für Bürgerinitiativen und Vereine darstellen und somit auch die Präsenz der Partei in der Fläche ergänzen.
  • Sportveranstaltungen mit politischem Hintergrund bieten niedrigschwelligen Zugang für Interessierte und können Menschen an politische (Partei-) Arbeit heranführen.
  • Soziale Angebote (Beratungen, Frühstück, …) sollten mit politischen Angeboten verbunden werden um Menschen zu politisieren und mit ihnen ins Gespräch zu kommen.

Welche schlechten Erfahrungen (Worst practices) existierten, warum?

  • Frühstücksangebote sollten nicht nur Almosen-Veranstaltungen sein, da dies eine unnötige Hemmschwelle für Menschen darstellt, die nicht als Bittsteller zu uns kommen wollen.

Welche Ziele wollen wir anstreben?

  • Wir wollen mit kulturellen und sozialen Veranstaltungsformaten die Partei jenseits von politischem Sitzungssozialismus erfahrbar machen.
  • Der Spaß und der soziale Zusammenhalt sollten dabei nicht zu kurz kommen.

Wer sind die verantwortlichen Akteure?

  • Abgeordnete der LINKEN auf Bundes- und Landesebene und ihre Wahlkreisbüros
  • Bezirksvorstände und Landesarbeitsgemeinschaften, die Angebote in den Bezirksgeschäftsstellen anbieten können
  • Der Landesvorstand, der Angebote in den Bezirken unterstützen kann (Austausch, Themen, Referenten, Bewerbung, …)

Welche konkreten Handlungen werden erwartet von

Landesvorstand

  • Kulturelle und soziale Veranstaltungsformate sollen gesammelt und in der beliebten „Mitmachen“-Broschüre mit veröffentlicht werden.

Bezirksvorständen

  • Organisieren von Veranstaltungen (Frühstück, Lesungen, Filmvorführungen, etc…)

Landesausschuss

  • Regelmäßiger Austausch über Angebote der Partei als sozialer Raum im Landesausschuss und möglicherweise Organisation von bezirksübergreifenden Formaten

Landesarbeitsgemeinschaften

  • Kooperation mit Bezirksverbänden für eigene Veranstaltungen und inhaltliche Unterstützung der Bezirke bei ihren Vorhaben (Referenten, Material, Expertise einbringen).