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14. Dezember 2008AG Antifaschismus der LINKEN Treptow-Köpenick

Kommentar zu den Protesten vom 6.12. in Lichtenberg

Die erfolgreichen Proteste der Zivilgesellschaft gegen den Naziaufmarsch vom 6.12. haben viele »Väter« und »Mütter«. Zu letzteren muß man zuallererst die Lichtenberger Bürgermeisterin Christina Emmrich zählen, die an der Spitze eines breiten Bürgerbündnisses stand und der man öffentlich Respekt aussprechen muss für ihr Engagement, das sie im Vorfeld der Nazi-Provokation und auch am Tag selbst in ihrem Bezirk zeigte, wie ich es hautnah erleben konnte.

Sie forderte nicht nur Zivilcourage von anderen, sondern demonstrierte sie selbst – sei es beim eigenhändigen Hängen von Protest-Plakaten im Weitlingskiez oder bei Appellen an die unverhältnismäßig agierende Polizei, friedliche Bürgerproteste nicht zu behindern. So gut die Berichte der RBB-Abendschau zu diesen Vorgängen auch gemeint waren unter dem Motto »Ein Bezirk wehrt sich gegen Nazis«, so wird doch dabei unterschlagen, das sich nicht nur Lichtenbergerinnen und Lichtenberger gegen den bundesweiten Aufmarsch der Rechtsextremen zur Wehr setzten, sondern viele Bürgerinnen und Bürger auch aus anderen Bezirken. Das Großtranspi an einer Häuserwand am Bahnhof Karlshorst und die vielen gut sichtbaren Plakate mit dem kleinen durchgestrichenen dummen Nazi an der Aufzugsroute stammten aus der »Werkstatt« des Bündnisses für Demokratie und Toleranz Treptow-Köpenick und brachten das zum Ausdruck, was festzuhalten bleibt über diesen Samstag hinaus – Berlin ist gegen Nazis.

Hans Erxleben
Leiter der AG Antifaschismus der LINKEN Treptow-Köpenick