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6. Oktober 2016IG Nahverkehr

Stellungnahme zur Änderung 05/16 des Flächennutzungsplans
4 Nachnutzung des ehem. Rangierbahnhofs Pankow

Wir beantragen:
 

1. Teilfächen W1 und G

Südöstlich der jetzigen Bahnstrecke einen 1000 m langen und 50 m breiten Streifen weiterhin als Bahnfläche vorzuhalten.

Hiermit soll die Möglichkeit offengehalten werden, zu einem späteren Zeitpunkt einen lokalen Güterumschlagplatz Schiene / Straße einzurichten. Das Gelände des ehemaligen Rangierbahnhofs Pankow ist eine der wenigen Flächen, auf denen das noch möglich ist und die auch gut zur Innenstadt liegt. Davon wird nur ein kleiner Teil für den Güterumschlag benötigt, so dass für die vorgesehene Wohn-, Gewerbe- und Mischnutzung trotzdem noch genügend Fläche zur Verfügung steht.

Um die im Klimaschutzabkommen festgelegten Ziele zu erreichen, müssen die innerstädtischen Straßen vom Güterverkehr entlastet werden. Dem Lkw-Verkehr soll im wesentlichen nur die Feinverteilung der Waren obliegen, während der Hauptlauf in Containern und Wechselaufbauten auf der Eisenbahn abgewickelt wird. Eine mögliche Technologie der am Lkw angebrachten Umladevorrichtungen stellt der Cargo-Beamer dar.

Der Flächenbedarf von etwa 1000 m x 50 ergibt sich aus drei Gleisen, je 800 m lang, und zwar außen zwei Ladegleise und in der Mitte ein Umfahrgleis, sowie ein Zuführungs- und Ausziehgleis, zwei Ladestraßen mit je einer Ladespur und einer Überholspur sowie einem Abstellplatz für Straßenfahrzeuge. Außerdem muss ein Anschlussgleis nachgerüstet werden können, damit die im Rahmen der Mischnutzung in unmittelbarer Eisenbahnnähe vorgesehenen gewerblichen und Verkaufseinrichtungen ihre Waren auf der Schiene empfangen können.

Bis zum Aufbau der neuen Verkehrsanlagen soll der Streifen als Grünfläche genutzt werden.
 

2. Südwestliche Teilfläche M2 und M1 / EHK

Südöstlich der jetzigen Bahnstrecke beiderseits der Berliner Straße einen 400 m langen und 20 m breiten Streifen weiterhin als Bahnfläche vorzuhalten.

Hiermit soll die Möglichkeit offengehalten werden, einen Regionalbahnsteig in Parallellage zum S-Bahnsteig zu errichten. Es soll möglich sein, diesen etwa mittig über der Berliner Straße mit Abgängen zu beiden Straßenseiten zu errichten, um die Umsteigewege zur Straßenbahn kurz zu halten.

Pankow hat für den Regionalverkehr ins Berliner Umland ein hohes Fahrgastpotenzial als Quelle, Ziel und Umsteigepunkt zur U-Bahn, Straßenbahn und S-Bahn.

Bis zum Bau des Regionalbahnsteigs soll der Streifen als Grünfläche genutzt werden.
 

3. Nordöstliche Teilfläche M2

Den Nutzungszweck Kultur ergänzen.

Es soll möglich sein, die ehemaligen Lokschuppen als Denkmäler zu erhalten, zu sanieren und museal oder kulturell zu nutzen.
 

4. Teilflächen W1, G und nordöstliche M2

Wir setzen voraus, dass die Trasse für eine Straßenbahnstrecke entlang der Granitzstraße mit anschließender Querung der Prenzlauer Promenade an geeigneter Stelle und in geeigneter Weise von Bebauung freigehalten wird, ohne dass dies im Flächennutzungsplan gesondert vermerkt ist. Sollte das nicht der Fall sein, beantragen wir die Trassenfreihaltung in den Teilflächen W1, G und nordöstliche M2.
 

Andreas Schaack