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3. Juni 2017IG Nahverkehr

Verkehrserschließung der Neubaugebiete Johannisthal / Adlershof und Köpenick

Der frühere Rangierbahnhof Schöneweide und daran angrenzende Flächen sowie der frühere Güterbahnhof Köpenick sollen mit Wohnungen und Gewerbeeinrichtungen bebaut werden. »Für neue Stadtquartiere muss eine leistungsfähige ÖPNV-Erschließung gewährleistet sein«, heißt es in der Koalitionsvereinbarung für 2016 bis 2021 (auf Seite 47).

Grundsätzliche Aussagen dazu finden sich im »Leitbild Moblität in Berlin« vom Mai 2015, insbesondere in den Kapiteln »Was wir wollen« und »Verkehrsvermindernde Stadtplanung«.

Johannisthal / Adlershof

Das Entwicklungsgebiet Johannisthal / Adlershof setzt sich zusammen aus

  • dem südöstlichen Teil des ehemaligen Rangierbahnhofs Schöneweide (bisher als Gleislinse bezeichnet), ohne das Gelände des ehemaligen Bahnbetriebswerks, südwestlich der Eisenbahnstrecke Berlin – Görlitz (gehört überwiegend zum Ortsteil Niederschöneweide, der südöstliche Zipfel zu Adlershof) und
  • dem angrenzenden locker bebauten Gewerbegebiet und Brachland bis zum Groß-Berliner Damm (gehört zum Ortsteil Johannisthal).

Der S-Bahn-Haltepunkt »Betriebsbahnhof Schöneweide« soll einen südwestlichen Zugang vom Entwicklungsgebiet und einen Bahnhofsvorplatz erhalten. Auf dem Groß-Berliner Damm befinden sich in Nähe des Gebiets derzeit drei Haltestellen der Buslinie 163, die die Bahnhöfe Schöneweide und Adlershof verbindet. Laut Koalitionsvereinbarung für 2016 bis 2021 soll sie künftig durch eine Straßenbahnstrecke ersetzt werden, mit dem Ziel der Inbetriebnahme in dieser Legislaturperiode.

Damit wird das Entwicklungsgebiet für den Personenverkehr gut erschlossen sein.

Unseren Standpunkt zur Flächenfreihaltung für den Güterverkehr haben wir am 16.05.2016 gesondert verfasst.

Köpenick

Das Entwicklungsgebiet Köpenick setzt sich zusammen aus

  • dem ehemaligen Ortsgüterbahnhof Köpenick südlich der Eisenbahnstrecke Berlin – Frankfurt (Oder) und südlich angrenzenden Gewerbeflächen bis zur Gelnitzstraße und Seelenbinderstraße,
  • dem locker bebauten Gebiet nördlich der Eisenbahnstrecke bis zum Stellingdamm und Waldburgweg und
  • einem Viereck, das von Stellingdamm, Hirtestraße, Janitzkystraße und Wolfsgartenstraße gebildet wird.

Die Teile südlich und nördlich der Eisenbahnstrecke sind nicht miteinander verbunden. Sie reichen in der Ost-West-Ausdehnung vom S-Bahnhof (künftig auch Regionalbahnhof) Köpenick bis zum S-Bahn-Haltepunkt Hirschgarten. Am Bahnhof Köpenick halten mehrere Straßenbahn- und Buslinien. Das südliche Teilgebiet ist außerdem von zwei Straßenbahnhaltestellen in der Seelenbinderstraße erreichbar, die nördlichen von der Endhaltestelle in der Hirtestraße.

Damit wird das Entwicklungsgebiet für den Personenverkehr gut erschlossen sein. Ein Steg oder Tunnel für Fußgänger und Radfahrer, der die Wohngebietsteile beiderseits der Eisenbahnstrecke verbindet, ist wünschenswert. Auf diese Weise sollten auch der S-Bahnsteig und der künftige Regionalbahnsteig an ihren Ostseiten Ausgänge in beide Wohngebietsteile erhalten.

Unseren Standpunkt zur Flächenfreihaltung für den Güterverkehr haben wir am 16.05.2016 gesondert verfasst.