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8. März 2016

AK SowjetExil

LV-Beschluss 5-081/16

Der AK SowjetExil bekommt für das Projekt »60 Jahre nach dem XX. Parteitag der KPdSU: Stalinismus nach 1945 in Osteuropa und der DDR (Arbeitstitel) – Tagung vom 20. bis 21. Mai 2016« 200 Euro Unterstützung

Beschlussfassung: einmütig

Zum Projekt:

Die Besonderheit des Themas ist der Fokus auf die Nachkriegsentwicklung in den ehemals sozialistischen Ländern. Die vergleichende Sicht auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede erlaubt eine differenzierte Bewertung von politischen Machtpraktiken mit ihren Konsequenzen für oppositionelle Gegenbewegungen, alternative Politikansätze und für die Opfer repressiver Gewalt. Dazu werden ReferentInnen und ModeratiorInnen aus dem In- und Ausland eingeladen, die u.a. als Forscher und Hochschullehrer international ausgewiesene Spezialisten für das Thema sind. Wichtig ist uns weiterhin, dass die Referenten in der Lage sind, aktuelle Entwicklungen in Europa, wie zunehmender Rechtspopulismus, Nationalismus und Ausgrenzung politischer Opposition, in die Diskussion einzubringen. Diesem Ziel dient auch die Einladung an Klaus Lederer – bekannt als Akteur und Meinungsbildner der Linkspartei.

ProjektmitarbeiterInnen: Aus dem Arbeitskreis: Inge Münz-Koenen (Sprecherin des AK), Anja Schindler, Bernd R. Barth Wladislaw Hedeler, Andreas Herbst, Gerd Kaiser. Weitere Beteiligte: Anatoli Razumow (St. Petersburg), Thomas Klein, János M. Rainer (Budapest), Klaus Lederer, Bernd Florath, Jörn Schüttrumpf, Elke Scherstjanoi, Detlef Nakath.

Aus dem besonderen Profil des Arbeitskreises , der sich zusammensetzt aus KommunismusforschscherInnen und Familienangehörigen repressierter Exilanten, resultiert die doppelte Perspektive im Blick auf den Stalinismus: als historisches Forschungsfeld der Experten und als individuelle Erlebniswelt der Zeitzeugen. Der Arbeitskreis hat vielfältige Erfahrungen mit öffentlichkeitswirksamen Aktivitäten, unter anderem mit der Wanderausstellung (über in der Sowjetunion verfolgte deutsche Kommunisten und Antifaschisten in den 1930-1950er Jahren), die mit rund 70 Begleitveranstaltungen in der Bundesrepublik und im Ausland gezeigt wurde sowie mehreren Konferenzen bzw. Workshop, einschließlich der Herausgabe dazu gehöriger Publikationen.

Für den Arbeitskreis gehört die Zusammenarbeit mit der Partei Die Linke zum Selbstverständnis. In diesem Sinne sind bereits verschiedene gemeinsame Aktivitäten sowohl mit dem Bundes- und Landesvorstand realisiert worden. Wir würden uns freuen, wenn wir die Partei auch bei dieser Tagung als Förderer nennen können.

Unser Finanzplan

Personalausgaben, einschl. Übersetzerhonorar 1.000.00 €
Miete (Seminarraum 1, FMP 1) 220.00 €
Reisekosten/Unterkunft für ausländische Teilnehmer 828.00 €
Aufführungsrechte Dok-Film 150.00 €
Pausenversorgung 520.00 €
Druck der Einladungen/Porto/Vervielfältigungen 550.00 €
Org. Vorarbeiten 100.00 €

Da der Arbeitskreis keine organisatorische Anbindung hat, gelten wir als »private« Antragsteller und konnten deshalb bei der Erstellung des Kostenplans keine Vergünstigungen/Rabatte bezüglich Miete, Druckkosten, Porto etc. berücksichtigen.

Die Rosa-Luxemburg-Stiftung fördert die Tagung als externes Projekt in Höhe von 2.500 €. Außerdem haben wir auch den Bundesgeschäftsführer der Partei Die Linke um eine finanzielle Unterstützung gebeten. Eine Entscheidung von dieser Seite steht noch aus.