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LAZ | Ausgabe Juni 2002, Seite 7

Nach-Wort

Es gibt Leute, die lesen die LAZ von hinten, andere beginnen vorn. Beides hat Gründe und ist doch nicht ausreichend. Was wirklich zählt, ist: Insgesamt erreicht die LAZ viel zu wenige Berlinerinnen und Berliner, obwohl sie für die gefragte Leserschaft kostenlos bereit gestellt wird und verteilt werden kann.

Dafür gibt es verschiedene Gründe. Sie werden auch im Landesvorstand kontrovers diskutiert. Aber unter dem Strich bleibt: Die Berliner PDS gibt jährlich viel Geld für eine Landeszeitung aus, die ihr politisches Ziel verfehlt: Nämlich, gerade jetzt, viele und mehr Mitglieder, Sympathisanten oder einfach Neugierige möglichst authentisch über uns und unsere Politik zu informieren.

Zurück bleibt ein Dilemma, das eher größer denn kleiner geworden ist. Die LAZ wurde 1999 per Parteitagsbeschluss ins Leben gerufen. Wir wollten eine Informationslücke schließen und einmal im Monat eine Berliner PDS-Brücke zwischen Bundes-, Landes- und Bezirkspolitik schlagen. Die Lücke ist aber immer noch da und wir suchen daher nach neuen Lösungen.

Zumal das Informations- und Austauschbedürfnis wächst. Klar, seit wir in Berlin mitregieren.

Ohne ein größeres Engagement der Bezirksorganisationen und ihrer Geschäftsstellen wird es allerdings nicht gelingen. Denn wir müssen einen Widerspruch gemeinsam lösen. Nämlich, dass einerseits zu recht mehr Informationen über die PDS-Landespolitik eingefordert werden und dass andererseits die vorhandenen Angebote, dort, wo sie gefragt sind, nicht ankommen.

Ich möchte all jenen von ganzem Herzen danken, die Monat für Monat die LAZ geplant, realisiert und verbreitet haben. Ganz besonders gilt der Dank jedoch Ulli Kalinowski, der die Mühen redaktioneller Kleinarbeit schulterte, und Thomas Herbell, der stets danach sann und dafür sorgte, dass die LAZ modern und nicht hausbacken daher kam.


Stefan Liebich

PDS-Landesvorsitzender