DIE LINKE. Berlin


landesinfo | Ausgabe November 2002, Seite 1

Besseres Management der Landesimmobilien möglich

Berlin verfügt über eine Vielzahl Verwaltungsimmobilien, für deren Nutzung dem Land Kosten in Höhe von 300 Millionen Euro entstehen. Schon 1994 konstatierte die große Koalition, dass ein besseres Management der Gebäude eine Menge Geld sparen könnte.

Konkret auf den Weg gebracht hat dieser Tage erst die rot-rote Koalition ein Modell, mit dem dies möglich wird. PDS und SPD präsentierten ihren Vorschlag für das sog. Facility Management gemeinsam. Er sieht unter anderem vor, zunächst 90 Gebäude zusammenzufassen, für die zuvor neun verschiedene Senatsverwaltungen zuständig waren. Dieses Sondervermögen wird von einer Berliner Immobilien Management GmbH (BIM GmbH) übernommen. Ursprüngliche Senatspläne sahen dafür eine GmbH und Co. KG vor, was eine Verquickung von öffentlichen und privaten Unternehmensinteressen bedeutet hätte. (Kein gutes Modell, wie wir aus der Geschichte der Bankgesellschaft wissen.)

Die GmbH gehört dem Land Berlin und wird nicht privatisiert. Sie vermietet Büroflächen an die Behörden und erteilt Aufträge zur Gebäudebewirtschaftung. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die z.B. als Pförtner oder Reinigungsdienst in den Gebäuden tätig sind, werden in einen Landesbetrieb (LHO-Betrieb) übernommen. Dieser Betrieb kann dann ebenso wie kleine und mittlere Dienstleistungsunternehmen von der BIM GmbH für die Bewirtschaftung der Gebäude eingesetzt werden. Durch dieses neue Konzept wird Berlin bis 2006 etwa 100 Millionen Euro sparen.

kse

Quelle: http://www.die-linke-berlin.de/die_linke/zeitung/2002/11/berlin_besseres_management_der_landesimmobilien_moeglich/