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landesinfo | Ausgabe April 2005, Seite 1

Kein Bombodrom

Rot-Rot ist für zivile Region

Das »Bombodrom« in der Kyritz-Ruppiner Heide ist längst zum Synonym geworden. An ihm scheiden sich die Geister. Einerseits die, die weiter auf militärische Interventionen und Hochrüstung setzen und deshalb den ehemaligen Bombenabwurfplatz weiter nutzen wollen. Anderseits jene, die eine friedliche, zivile Zukunft anstreben und deshalb gegen das »Bombodrom« streiten.

Und so demonstrierten Ostersonntag wieder Tausende gegen die Pläne der Bundesregierung, das 144 Quadratkilometer große Areal wieder für Übungen der deutschen Luftwaffe und darüber hinaus der NATO freizugeben. Auch Mitglieder der Berliner PDS waren erneut bei den Anrainern und Bürgerbewegungen, die seit über zehn Jahren für ihre Heide streiten. Der PDS-Landesvorstand hatte dazu aufgerufen.

Im Bundestag kreist derzeit ein so genannter Gruppenantrag. Darin fordern 58 Abgeordnete die Bundesregierung auf, von ihren militärischen Vorhaben abzulassen. Die Unterzeichnerinnen und Unterzeichner kommen aus der SPD, von den Grünen und aus der PDS. Das sind – um Illusionen vorzubauen – nicht einmal zehn Prozent aller Mitglieder des Bundestages. Im Berliner Abgeordnetenhaus sind die Kräfteverhältnisse anders. SPD, PDS und Grüne fordern gemeinsam die zivile Nutzung der Heide – grundsätzlich und aus Eigennutz. Denn Berlin und Brandenburg sind eine gemeinsame Region.


Elke Breitenbach

MdA, PDS-Vorstand