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BerlinInfo | Ausgabe März 2006, Seite 1

8. März: Kampf um Gleichberechtigung weiter aktuell

Selbstverständlich hat sich in den letzten 80 Jahren vieles verändert, haben Frauen wichtige Positionen in Gesellschaft, Wirtschaft und Politik eingenommen, haben sie formal die gleichen Rechte wie Männer. Doch tatsächlich sind sie in wichtigen Bereichen nach wie vor unterrepräsentiert und verdienen im Durchschnitt um ein Viertel weniger als Männer. Familienarbeit gilt immer noch in erster Linie als Frauenarbeit. Und die Männer verteidigen ihre gesellschaftlichen Privilegien mit hoher Energie.

Der 8. März ist der Kampftag, an dem Frauen auf der ganzen Welt ihre Kraft zur Selbstorganisation, zur Bildung gesellschaftlicher (Gegen-)Macht demonstrieren. Gleichzeitig ist der Tag für die Politik Anlass, bestehende Defizite zu bilanzieren und neue Wege zu beschreiten, um die tatsächliche Gleichberechtigung der Geschlechter durchzusetzen. In Berlin haben wir in den letzten vier Jahren eine Fülle von Maßnahmen ergriffen, um die doppelte Benachteiligung von Migrantinnen zumindest ansatzweise aufzuheben, um die Repräsentanz von Frauen in den Aufsichtsräten von Unternehmen, den Managements, bei den HochschullehrerInnen zu erhöhen und Gewalt an Frauen effektiv zu bekämpfen. Erst kürzlich haben wir gemeinsam mit dem DGB, der IHK, der Handwerkskammer, den Unternehmens- und Unternehmerinnenverbänden der Region, der Arbeitsagentur und dem European Women‘s Managment eine Landesinitiative »Chancengleichheit in der Berliner Wirtschaft« gestartet. Ziele: bessere Repräsentanz von Frauen in den hohen und höchsten Entscheidungsebenen in Politik und Wirtschaft, bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Es geht voran!

 
Harald Wolf
Senator für Wirtschaft, Arbeit und Frauen, Die Linkspartei.PDS