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22. Juli 2016 Landesvorstand

Danke für nix! Wir wollen Alles für alle!

Anlässlich des morgigen »Christopher Street Day« (CSD) in Berlin erklärt der Landesvorsitzende der Berliner LINKEN und Spitzenkandidat zu den Abgeordnetenhauswahlen, Klaus Lederer:

Der laute, bunt-fröhliche Umzug, der morgen durch die Straßen Berlins zieht, ist das selbstbewusste Statement der lesbisch-schwulen-transgender Community in der Stadt. Partystimmung und Medienaufmerksamkeit sind gut, auch für die ernsten politischen Forderungen derjenigen, die anders leben und lieben.

Auch, wenn sich in Sachen Gleichstellung und Gleichberechtigung über die Jahre manches in die richtige Richtung entwickelt: Von der längst überfälligen, vollständigen Gleichstellung sind wir noch weit entfernt – zu weit, für ein Berlin, ein Deutschland, das sich so gern weltoffen und tolerant gibt. Die eingetragene Lebenspartnerschaft ist eben nicht gleich Ehe. Diskriminierungen lassen sich schwerer ahnden, wenn die sexuelle Identität nicht grundgesetzlichen Schutz genießt. Wenn es bei der Rehabilitierung und Entschädigung der nach § 175 StGB verurteilten schwulen Männer keinerlei Bewegung gibt, verbaut die ungeklärte Vergangenheit den Weg in die Zukunft.

DIE LINKE im Bund und in Berlin kämpft für die Gleichstellung aller Menschen, völlig losgelöst von sexueller Orientierung. Mit der Initiative »Berlin tritt ein für Selbstbestimmung und Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt« hat die rot-rote Landesregierung 2009 hier einen klaren Punkt gesetzt. Rot-schwarz hat die Chancen des Projektes, mit Vorbildwirkung für viele andere Städte und Kommunen, nicht genutzt. Es wird Zeit, das zu ändern. Für uns. Für alle.