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10. September 2003 PDS-Fraktion im Abgeordentenhaus

Zeitgenössisches Ballett nicht abwickeln

Der kulturpolitische Sprecher Wolfgang Brauer erklärt:  

Für die anstehende Gründung der Ballett-GmbH innerhalb der Stiftung »Oper in Berlin« ist die de-facto-Kündigung der Tänzerinnen und Tänzer der Komischen Oper Berlin ein falsches Signal. Die vom Intendanten erfolgte »Nichtverlängerungsmitteilung« zum Ende der laufenden Spielzeit an 25 Mitglieder der Tanz-Compagnie der Komischen Oper Berlin bedeutet die ersatzlose Schließung einer ganzen Sparte an diesem traditionsreichen Haus.

Die neue Tanz-Compagnie der Stiftung »Oper in Berlin« sollte aus der Zusammenführung der Ballettensembles der Deutschen Oper, der Staatsoper und der Komischen Oper gebildet werden. Jetzt wird ein einziges Ensemble abgewickelt. Kulturpolitisch ist dies nicht hinnehmbar, da auf diese Weise das zeitgenössische Element des bislang vielseitigen Tanz-Angebotes an den großen Berliner Häusern mit einem Federstrich beseitigt wird. Die Angebote des BerlinBallettes der Komischen Oper wurden in der vergangenen Spielzeit von immerhin 25.000 Besuchern angenommen.

Die Abwicklung der Compagnie erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem sich die künftigen Strukturen der neuen Ballett-GmbH noch in der Diskussion befinden. Mit der Kündigung der Tänzerinnen und Tänzer der Komischen Oper wird ebenso die künstlerische Profilierungsrichtung der GmbH vorab festgelegt. Diese Entscheidung sollte überdacht werden.