Der migrationspolitische Sprecher Giyasettin Sayan erklärt anlässlich der morgigen Einweihung einer Gedenktafel für die Opfer des Mykonos-Attentates:
Die Entscheidung der Bezirksverordnetenversammlung Charlottenburg-Wilmersdorf ist zu begrüßen. Mit einer Gedenktafel an die Opfer des Mykonos-Attentates zu erinnern und ein Regime anzuprangern, das wie der Iran seine politischen Gegner im Ausland ermorden ließ, ist wichtig und mutig.
Mit Gelassenheit kann Berlin auf die Ankündigung des Teheraner Bürgermeisters reagieren, nunmehr die Mitverantwortung Deutschlands für die Giftgasopfer im Iran anprangern zu wollen. Was die Wahrheit ist, muss die Wahrheit bleiben.
Nach dem Mykonos-Urteil hat es in Europa nie wieder ein solches Verbrechen einer iranischen Regierung gegeben, das ist gut so, die Gedenktafel in Berlin ist auch Ausdruck einer Hoffnung, dass sich daran nie mehr etwas ändern möge. Auch für die Berliner Kurden ist die Entscheidung für die Gedenktafel ein wichtiges Zeichen, deshalb haben sie die nötigen Gelder für ihre Erstellung gesammelt. Eine solche Initiative wurde bereits 1993 gemeinsam mit der Grünen-Fraktion durch mich als Bürgerdeputierter in die BVV Wilmersdorf eingebracht.