Aus Anlass des SPD-Landesparteitagsbeschlusses vom Sonnabend erklärt Senator Thomas Flierl:
Mit diesem Beschluss sollte der übereilte Abriss des Palastrohbaus auf Berliner Seite vom Tisch sein. Die PDS war schon immer skeptisch gegenüber den Plänen, nach Abriss des Palastes eine Grünfläche anzulegen und auf bessere Zeiten für das Anschlussprojekt abzuwarten. Die Grünanlage wäre nur das dekorierte Scheitern des Anspruchs der Öffentlichkeit auf diesen bedeutungsvollen Ort.
Ich begrüße daher ausdrücklich, wenn sich Wolfgang Thierse als Präsident des Deutschen Bundestages erneut für das Zukunftsprojekt engagiert, an der dominant kulturellen Nutzung festhält und dessen Realisierung nun in einem Investoren- und Architekturwettbewerb anstrebt. In diesem Wettbewerb sollte auch geklärt werden, welche Teile des Palastes in den Neubau einbezogen werden können. Wenigstens beim Fundament scheint sich ja inzwischen die Einsicht durchzusetzen, dass Abriss und Fundamentbeseitigung jeden Nachfolgebau sinnlos verteuern würden.
Die weitere kulturelle Zwischennutzung des Palast-Rohbaus steht dem Anschlussprojekt nicht entgegen. Sie bereiten vielmehr den Boden für eine künftige, dominant öffentliche Nutzung und sollte – wie nun auch die SPD beschloss – bis zur detaillierten Ausarbeitung des Nachfolgeprojektes und der verbindliche Klärung seiner Finanzierung fortgesetzt werden.