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16. Juni 2004 PDS-Fraktion im Abgeordentenhaus

Diskussion um Standorte der Charité ist nicht sinnvoll

Der wissenschaftspolitische Sprecher Benjamin-Immanuel Hoff erklärt:  

Nach einer ausführlichen und mit wissenschaftlicher Expertise untersetzten Debatte wurde im Abgeordneten-haus die Entscheidung getroffen, die Berliner Universitätskliniken und -fakultäten zu einer Gliedkörperschaft von Freier Universität und Humboldt Universität zu fusionieren. Diese Fusion und entsprechende Umstruk-turierungen sollen Einsparungen in Höhe von 98 Mio. Euro bis zum Jahr 2009 realisieren.

Seit geraumer Zeit ist klar, dass diese Umstrukturierungen zu einscheidenden Veränderungen in der neuen Charité führen werden. Erst Anfang dieser Woche wurde über die Zukunft der Zahnmedizinstandorte verhandelt. Diese Entscheidungen werden jedoch, im Unterschied zur heutigen medialen Berichterstattung, nicht mehr im Senat, sondern im Aufsichtsrat der Charité getroffen. Dazu wurden zwei Arbeitsgruppen des Aufsichtsrates unter der Leitung der Senatoren Sarrazin (AG Finanzen) und Flierl (AG Strukturen) gebildet und es soll ein Masterplan Charité vom Vorstand erarbeitet werden. Dieser Aufgabe soll der Aufsichtsrat in Zusammenarbeit mit dem Vorstand nachkommen können.

Öffentliche Diskussionen über angebliche Senatspläne zur Zukunft einzelner Charitéstandorte vernachlässigen die realen Entscheidungskompetenzen. Sie sind deshalb nicht geeignet, in einer sachlichen Atmosphäre die notwendigen Strukturentscheidungen innerhalb der Charité zu treffen, die sich an bester Qualität in Forschung, Lehre und Krankenversorgung orientieren und Einsparungspotenziale nutzen.