Der Abgeordnete Gernot Klemm erklärt:
Die Gefahr, an AIDS zu erkranken, ist auch in Berlin nach wie vor groß. In der Stadt sind derzeit etwa 10.000 Menschen HIV-infiziert. Insbesondere die steigende Zahl der Neuinfektionen mahnt, mit der Aufklärung und der Prävention trotz der Fortschritte in den Behandlungsmöglichkeiten nicht nachzulassen. In diesem Jahr gilt unsere besondere Aufmerksamkeit der wachsenden Zahl HIV-infizierter Frauen und Mädchen. Ein selbstbestimmtes Sexualleben kann vor Aids und damit ihr Leben schützen. Die Stärkung der sexuellen Identität und der Abbau sozialer, ökonomischer und kultureller Benachteiligungen sind dafür wichtige Voraussetzungen.
Am Welt-AIDS-Tag erinnern wir auch an die AIDS-Katastrophe in den Ländern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas. Und wir richten unseren Blick nach Osteuropa. Die Bundesrepublik als eines der reichsten Länder der Welt steht in der Pflicht, zur bezahlbaren Behandlung der Kranken und Infizierten in diesen Ländern beizutragen. Der Kampf gegen die HIV-Infektion braucht weltweit alle Unterstützung, die er haben kann.
Deshalb werden der Fraktionsvorsitzende Stefan Liebich und verschiedene PDS-Abgeordnete wie schon in den Vorjahren am morgigen Samstag ab 12 Uhr in den Potsdamer-Platz-Arkaden rote Schleifen verteilen und Spenden für die Berliner Aids-Hilfe sammeln.