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28. Oktober 2004 PDS-Fraktion im Abgeordentenhaus

Eltern und Erzieherinnen nicht länger verunsichern

Die jugendpolitische Sprecherin Margrit Barth erklärt:

In der Stadt, insbesondere in den Westbezirken Berlins, herrscht derzeit eine große Verunsicherung bei Eltern, Erzieherinnen und Erziehern. Anlass sind die Verlagerung von Hortplätzen aus dem Bereich der Jugendhilfe in die Verantwortung von Schule sowie die weitere Übertragung von kommunalen Kindertagesstätten auf freie Träger.

Diese Umstrukturierungen haben nichts mit dem in der Stadt notwendigen Haushaltskonsolidierungskurs zu tun. Sie sind eine dringend notwendige und anspruchsvolle Aufgabe für die ganze Stadt ist, die zur Verbesserung der Entwicklungsbedingungen von Kindern beitragen wird. Es ist klar, dass dies nicht von heute auf morgen zu realisieren ist, sondern eine längere Phase in Anspruch nehmen wird. Diese Veränderungen können nur gelingen, wenn alle Beteiligten: der Senat, die Bezirke, die freien Träger, aber auch Eltern und Erzieherinnen an einem Strang ziehen. Genau da scheint es momentan Probleme zu geben.

Experimente zu Lasten der Kinder können und wollen wir uns nicht erlauben. Um die Verunsicherung von Eltern und Erzieherinnen zu beenden und sie von der Richtigkeit des eingeschlagenen Weges zu überzeugen ist es unbedingt notwendig, sie auf diesem gewiss nicht einfachen Wege mitzunehmen. Dazu bedarf es einer konsequenten inhaltlichen und organisatorischen Leitung durch die Senatsverwaltung für Schule, Jugend und Sport in engem Zusammenwirken mit den zuständigen Bezirksverwaltungen und den freien Trägern. Ressortegoismen zwischen Jugend- und Schulbereichen sowie politische Blockaden sind hier fehl am Platze. Die PDS steht bei der Lösung von Problemen gern zur Verfügung. Einziger Maßstab für die Veränderungen ist aus unserer Sicht das Wohlergehen der Kinder.