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23. September 2004 PDS-Fraktion im Abgeordentenhaus

Hauptausschuss sichert carrousel-Theater

Der kulturpolitische Sprecher Wolfgang Brauer erklärt:  

Die Perspektive des carrousel-Theaters ist endgültig gesichert. Am gestrigen Tag beschloss der Hauptausschuss des Abgeordnetenhauses die sofortige Entsperrung der Haushaltsmittel für 2005 und erklärte seine Zustimmung zur Neubesetzung des künstlerischen Leitung des Hauses zum 1. August 2005.

Damit

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bleibt am Standort Parkaue in Lichtenberg ein künstlerisch und wirtschaftlich eigenständiges Kinder- und Jugendtheater des Landes Berlin erhalten. Überlegungen zur Zusammenführung mit anderen Berliner Bühnen sind vom Tisch.

wird das Theater im Ensemble- und Repertoirebetrieb weitergeführt, seine Arbeitsfähigkeit ist vom heutigen Tag an gesichert.

werden durch den Hauptausschussbeschluss und die in den nächsten Tagen erfolgende Berufung einer neuen Leitung inhaltlich-konzeptionell neue Perspektiven für das Haus erschlossen.

Mit dem Beschluss verbunden ist die Zustimmung zum gemeinsam von Kultursenator Dr. Thomas Flierl (PDS) und Finanzsenator Dr. Thilo Sarrazin (SPD) erarbeiteten Entschuldungsplan für das Haus. Der Abbau der »kumulierten Defizite« in Höhe von insgesamt 5,261 Mio. Euro per 31.12.2003 (denen ein jährlicher Landeszuschuss in Höhe von 5,199 Mio. Euro gegenübersteht) ist die Grundvoraussetzung für das Weiterbestehen der Bühne. Die schrittweise Entschuldung wird zu gleichen Teilen aus Mitteln der Senatsfinanzverwaltung und der Senatskulturverwaltung vorgenommen werden. Bestandteil des Entschuldungsszenarios ist die Übernahme der Mietkosten für die bislang nicht nutzbaren Räume der Deutschen Mediathek im Filmhaus am Potsdamer Platz (jährlich 400 TEuro) durch den Bund. Voraussetzung dafür ist der Ausbau dieser Räume durch das Land Berlin, der aus Mitteln der Deutschen Klassenlotterie und des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) vorgenommen werden wird. Neben der Lösung der Finanzprobleme des carrousel-Theaters können damit endlich auch die lange leer stehenden Mediatheksflächen einer zweckorientierten Nutzung zugeführt werden.

Der Beschluss des Hauptausschusses unterstreicht die Ernsthaftigkeit der Bemühungen der Koalition, die Infrastruktur der Kinder- und Jugendkultur in Berlin dauerhaft zu sichern – neben der bereits im Rahmen der Haushaltsberatungen 2004/2005 von uns vorgenommenen Stabilisierung des GRIPS-Theaters konnte hierzu ein weiterer wesentlicher Schritt gegangen werden. Dem vom einstigen Kultursenator Peter Radunski (CDU) eröffnete Weg des carrousel-Theaters in den Untergang ist damit endgültig ein Riegel vorgeschoben worden. Ein wesentlicher Punkt des Koalitionsvertrages kann damit als umgesetzt betrachtet werden.