Der Fraktionsvorsitzende Stefan Liebich erklärt:
Das Anliegen von PDS und SPD in Berlin, zusätzlich zum freiwilligen Angebot der Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften ein für alle Schüler ab der 7. Klasse verbindliches Fach zu Fragen der Lebensgestaltung, zum Austausch über Religionen und Kulturen einzurichten, ist zeitgemäß. Dies bestätigen aktuelle bundesweite Umfragen im Auftrag des ZDF und der Nachrichtenagentur ddp.
Eine deutliche Mehrheit der Bundesbürger findet danach ein gemeinsames Fach besser als einen von den Kirchen angebotenen Religionsunterricht, der getrennt nach Religionszugehörigkeit der Schüler erteilt wird.
Für die PDS zeigt sich, dass die Frage berechtigt ist, ob in einer mulitireligiös geprägten Einwanderungsstadt wie Berlin, in der zudem im Ostteil der Stadt sehr viele Schülerinnen und Schüler überhaupt nicht religiös sind, aber auch in anderen großen Städten wie Hamburg oder Köln Modelle aus den 50er Jahren, als Schüler mehrheitlich evangelisch oder katholisch waren, noch ausreichen, um Antworten auf bestehende Probleme zu geben.