Die AG Wissenschaftspolitik der Linkspartei sieht die Proteste an der Freien Universität als berechtigt an.
Die Universität hat mit der Implementierung des Programms »Campus Management« von SAP bisher nicht Effizienzsteigerung, sondern vor allem Unklarheiten und unnötig restriktive Studienkalender bewirkt. Der Sprecher der AG Wissenschaftspolitik und Mitglied des Landesvorstandes, Tobias Schulze, dazu: &Raquo;Die von der Universitätsleitung implementierten straffen Regelungen sollten im Sinne von Entbürokratisierung und einer freieren Gestaltung des Studienalltags entschärft werden.«
Die streikenden Studierenden fordern weiterhin Veränderungen bei den neu eingeführten Bachelor- und Masterstudiengängen. Diese ließen zu wenig Wahlmöglichkeiten und Durchlässigkeit, außerdem gäbe es massive Probleme mit Überschneidungen von Pflichtveranstaltungen. Auch hier halten wir die Kritik der Studierenden für berechtigt, die Universitäten sollten diese ernst nehmen und schnellstens an der Qualität ihrer Studienangebote arbeiten.
Das Thema Studiengebühren in Berlin wurde mal wieder in der Diskussion gebracht. Die Linkspartei.PDS bleibt bei ihrer 2004 beschlossenen Position. Tobias Schulze: »Wir wollen ein gebührenfreies Hochschulstudium. Ebenso wie die weitere Demokratisierung der Hochschulen wird auch ein Studiengebührenverbot in unserem Entwurf eines neuen Berliner Hochschulgesetzes zu finden sein.«