Die kinder- und jugendpolitische Sprecherin Margrit Barth erklärt:
Projekte wie die »Arche« im Bezirk Marzahn-Hellersdorf sind wichtige und unverzichtbare charitative Angebote in unserer Stadt. Deshalb hatte der Bezirk dem Projekt auch eine ausreichende Anschubfinanzierung bereit gestellt sowie ein Schulgebäude entgeltfrei zur Nutzung überlassen. Das Angebot hat sich inzwischen gut entwickelt, es steht im Mittelpunkt allgemeinen Interesses und kann sich nunmehr zum großen Teil selbst finanzieren.
Es war Zeit, gutes Recht und auch die Pflicht des bezirklichen Jugendhilfeausschusses zu prüfen, ob die Voraussetzungen für die Zuwendung in der bisherigen Höhe noch gerechtfertigt sind und ob ein Teil der Zuwendung nun anderen Projekten der Kinder- und Jugendarbeit zugute kommen kann. Die im Jugendhilfeausschuss gefällte Entscheidung ist daher zu respektieren. Die »Arche« ist in ihrer Existenz dadurch nicht gefährdet. Bürgerschaftliches Engagement und das Angebot der Kommune ergänzen sich hier auf gute Weise im Interesse benachteiligter Kinder und Jugendlicher.
Dass die soziale Situation für Kinder und Familien nicht zuletzt aufgrund der hohen Arbeitslosigkeit und der unzureichenden Hartz-Gesetzgebung problematischer geworden ist, belegen Erhebungen wie der Sozialstrukturatlas oder auch der Kinderarmutsbericht. Projekte wie die »Arche« können die Ursachen dafür nicht beseitigen, aber die schwierige soziale Situation in einzelnen Stadtquartieren mildern helfen und in Zusammenarbeit mit anderen zur Stabilisierung eines Stadtraumes beitragen. Angesichts der Tatsache, dass fast jedes dritte Kind unter 15 Jahren in Berlin auf Sozialhilfeniveau lebt, sind zur Bekämpfung von Kinderarmut alle politisch Verantwortlichen auf Landes- und Bezirksebene gefordert.