Der direkt gewählte Abgeordnete des Bezirks Mitte Benjamin-Immanuel Hoff erklärt:
Die der Partei Bündnis 90/Die Grünen nahestehende Heinrich-Böll-Stiftung, ansässig in den Hackeschen Höfen, will die Oranienburger Straße 18 kaufen und dort einen Neubau errichten. Das vierstöckige, 1.000 qm Nutzfläche umfassende Bürogebäude soll auf das vom Verein Bürgerpark Krausnickdreieck e.V. seit 1999 gepflegte Parkanwesen gesetzt werden.
Der Park, für dessen Ausbau durch das Land öffentliche Gelder bereitgestellt werden, ist wichtig als eine der wenigen Grünflächen, die durch die ehrenamtliche Arbeit des Vereins von den Bewohnern des Wohnheims für Menschen mit Behinderungen »Haus Lebenshilfe« in der Oranienburger Straße 22 genutzt werden können.
Das Bezirksamt Mitte hat nun auf Initiative der Bezirksstadträtin Dorothee Dubrau (Bündnis 90/Die Grünen) dem Investorenansinnen stattgegeben.
Die sonst ökologisch und für Bürgerinitiativen auftretende Böll-Stiftung kann nicht überzeugend darstellen, warum Umweltschutz und ehrenamtliches Engagement dann zurücktreten sollen, wenn ihre Investorenpläne anderes vorsehen.
Die grüne Bezirksstadträtin muss neben der Frage, warum sie mangelnde Grünflächen weiter reduzieren will, auch erläutern, wieso sie für die ihrer Partei nahestehende Stiftung eine unwirtschaftliche Entscheidung treffen möchte. Denn mit der Umwidmung des Grundstückes vom Park zu Geschäftsräumen wird gegebenenfalls eine Rückzahlung von bisherigen Landeszuschüssen notwendig. Ich werde dazu eine entsprechende Nachfrage an den Berliner Rechnungshof richten.