Zurück zur Startseite
27. Juni 2005 PDS-Fraktion im Abgeordentenhaus

K77 – Polizei muss Vorgehen erklären

Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende und innenpolitische Sprecherin Marion Seelig erklärt:

Das Miteinander in der Großstadt stellt die Toleranz ihrer Bewohnerinnen und Bewohner regelmäßig auf die Probe. In den Sommermonaten betrifft dies besonders den Widerstreit der Interessen zwischen nächtlicher Feierlust und dem Schlafbedürfnis von Nachbarn in einem Kiez.

Wer in einem Szeneviertel die Ruhe brandenburgischer Wälder sucht, wohnt sicherlich verkehrt. Wenn wie am Wochenende in der Kastanienallee 77 der Interessenausgleich zwischen Feiern und Schlafen allerdings in einen Polizeieinsatz gipfelt, zeigt das zuallererst ein Kommunikationsproblem zwischen den Veranstaltern der Party und den Nachbarn des Wohnprojekts. Toleranz ist keine Einbahnstraße und sie ist auch in Prenzlauer Berg nicht selbstverständlich vorhanden. Sie braucht immer das Gespräch zwischen allen Beteiligten.

Trotzdem gibt es Aussagen, die den Eindruck nähren, die Polizei sei bei der Beendigung der K77-Party rabiat und nicht angemessen vorgegangen. Dies sind Vorwürfe, zu denen sich die Polizeiführung schnellstmöglich äußern sollte. Die PDS-Fraktion wird sich um Aufklärung des Vorgangs bemühen.