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25. Oktober 2005 Linkspartei.PDS im Abgeordnetenhaus

Berliner Verlag muss erhalten bleiben

Zum Verkauf des Berliner Verlags erklärt die medienpolitische Sprecherin Gabi Hiller:

Ungeachtet der massiven Kritik sowohl aus dem Verlag selbst, als auch in der Öffentlichkeit wurde heute der Verkauf des Berliner Verlags an die britische Firma Mecom und die Finanzgruppe Veronis Suhler Stevenson (VSS) beschlossen. Dies nimmt die Fraktion der Linkspartei.PDS zur Kenntnis.

Der Verkauf des Berliner Verlages an die Gruppe um den Investor David Montgomery stellt ein Novum in der Geschichte deutscher Zeitungsverlage dar. Erstmals übernehmen Finanzinvestoren einen renommierten Presseverlag.

Mit der »Berliner Zeitung«, dem »Berliner Kurier« und dem Stadtmagazin »Tip« bildet der Berliner Verlag einen wichtigen Teil des Zeitungskultur in Berlin, ihrer Vielfalt sowie ihrer hohen journalistischen Qualität. Zugleich hat der journalistische Anspruch des bisherigen Eigentümers Holtzbrinck-Verlag trotz eigener Einsparmaßnahmen zahlreiche Arbeitsplätze gesichert.

Die Linkspartei.PDS erwartet, dass der Berliner Verlag nicht Gegenstand von Finanzspekulationen wird, sondern in seiner Einheit erhalten bleibt. Sie bildet die Voraussetzung für den Erhalt lebendiger und unabhängiger journalistischer Arbeit, eines vielfältigen Meinungswettbewerbs und für die Sicherung der Arbeitsplätze.