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23. September 2005 Aus dem Senat, Harald Wolf

Faire Arbeitsbedingungen sind recht und billig

Arbeitssenator Harald Wolf unterstützt Lidl-Aktion von ver.di

Berlins Senator für Wirtschaft, Arbeit und Frauen, Harald Wolf, unterstützt die Lidl-Kundenwoche, mit der die Gewerkschaft ver.di für mehr Arbeitnehmerrechte bei der Discounterkette kämpft. Auf der ver.di-Kundgebung vor einem Lidl-Markt an der Heinrich-Heine-Straße sagte Wolf unter anderem:

Lidl ist eine der am stärksten expandierenden Handelsketten in Deutschland. Die meisten Beschäftigten sind Frauen mit Teilzeit- oder Minijobs, und sie stehen unter hohem Leistungsdruck. Aber Mitbestimmung gibt es bei Lidl so gut wie nicht. In den 2600 Filialen in ganz Deutschland gibt es nur sehr wenige Betriebsräte.

Mitbestimmung und das Recht, mit Unterstützung der Gewerkschaften Betriebsräte zu gründen, sind aber Grundpfeiler unserer Demokratie und der sozialen Marktwirtschaft. Das gilt auch für Lidl.

Der Kampf der Lidl-Beschäftigten und der Gewerkschaft ver.di ist deshalb wichtig für die Verteidigung gewerkschaftlicher Rechte und der Mitbestimmung generell. Ich wünsche Lidl weiterhin gute Geschäfte und viele Kundinnen und Kunden. Aber die Beschäftigten müssen an dem Gewinn, den sie erwirtschaften, teilhaben können. Billige Preise sind nicht alles. Die Forderungen der Lidl-Beschäftigten nach fairen Arbeitsbedingungen sind genauso recht und billig!