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22. September 2005 Linkspartei.PDS im Abgeordnetenhaus

Samsung muss sozialer Verantwortung gerecht werden

Der parlamentarische Geschäftsführer Uwe Doering erklärt:

Die Fraktion der Linkspartei.PDS unterstützt die Beschäftigten des Bildröhren-Werkes in Oberschöneweide in ihrem Protest gegen die Schließungspläne des Samsung-Konzern. Wir fordern vom Unternehmen, seiner sozialen Verantwortung gegenüber der Belegschaft und gegenüber dem Land Berlin gerecht zu werden.

Samsung hat in den vergangen Jahren massiv von den Standortvorteilen in Oberschöneweide profitiert. Das Unternehmen hat öffentliche Zuschüsse in Anspruch genommen und ist intensiv gefördert worden. Mit der Konzentration der Fachhochschule für Technik und Wirtschaft (FHTW) am Standort Oberschöneweide wurde erst kürzlich durch den rot-roten Senat eine weitere Voraussetzung zur Entwicklung des Stadtteils als Zentrum von Wissenschaft und Wirtschaft geschaffen.

Es spricht für einen Mangel an unternehmerischer Weitsicht, dass der Samsung-Konzern dieses Potential nicht nutzen will. Dass die Nachfrage an Farbbildröhren in Konkurrenz zu Flachbildschirmen zurückgeht, war der Konzernleitung lange bekannt. Dennoch hat es das Management versäumt, nach zukunftsfähigen Alternativen für das Berliner Werk zu suchen.

Wir begrüßen, dass sich Wirtschaftssenator Harald Wolf solidarisch gegenüber der Belegschaft des Bildröhrenwerkes zeigt und umgehend das Gespräch mit der Konzernleitung von Samsung sucht. Die Linkspartei.PDS wird das Problem zudem im Wirtschaftsausschuss thematisieren.