Harald Wolf wendet sich gegen Stimmungsmache gegen Muslime:
CDU-Spitzenkandidat Friedbert Pflüger, der sich sonst gerne als weltläufig und liberal gibt, macht nun Stimmung gegen den Bau einer Moschee in Heinersdorf. Damit entlarvt er sich selbst als scheinliberal und scheinheilig. Der Berliner Verfassungsschutz schätzt die Ahmadiyya Gemeinde, die die Moschee bauen will, und darüber den Dialog mit den Anwohnern sucht, weder als extremistisch noch als gewalttätig ein, sondern als friedliebend. Wo ist also das Problem?
Statt in trüben, fremdenfeindlichen Strömungen nach Wählerstimmen zu fischen, sollte Pflüger lieber den alten aber immer noch aktuellen Wahlspruch von Friedrich II. beherzigen, demzufolge in Berlin jeder nach seiner Facon selig werden kann. Herr Pflüger, der sich neulich in Übersee mit einem kapitalkräftigen Investor fotografieren ließ, sei daran erinnert: Besagter Ausspruch vom Alten Fritz steht für eine Einwanderungspolitik, die den damaligen Staat Preußen auch ökomomisch voran brachte. Denn nur ein weltoffener Wirtschaftsstandort zieht Investitionen aus aller Welt an. Das gilt auch heute noch.