Die verkehrspolitische Sprecherin Jutta Matuschek erklärt:
Die einzig vernünftige Entscheidung hat sich durchgesetzt. Der Bund besteht nicht mehr auf der Inbetriebnahme der nur 600 Meter langen U-Bahn-Verbindung zwischen Hauptbahnhof (Lehrter Bahnhof) und Bundestag. Sie wäre nicht nur verkehrspolitisch unsinnig, sondern auch mit sehr hohen, durch nichts zu rechtfertigenden Betriebskosten verbunden.
Dass diese Entscheidung erst so spät endgültig getroffen wurde, kann nur mit einem kleinlichen Streit um des Kaiser Bart erklärt werden. Die zuständigen Bundesbehörden hätten bei nur minimaler Orts- und Sachkenntnis von vornherein erkennen können, dass nicht alles, was am Bürotisch als machbar erscheint, auch in der Realität funktioniert.
Vernunft sollte auch der Ratgeber bei künftigen Entscheidungen zur Anbindung des Hauptbahnhofs an das Nahverkehrsnetz sein – die Straßenbahnanbindung muss so schnell wie möglich realisiert werden.