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22. Oktober 2008 Landesvorstand

Bildungsziele statt Bildungsphrasen

Zum heutigen Bildungsgipfel zwischen Bund und Ländern erklärt das Mitglied im Landesvorstand der Partei DIE LINKE. Berlin, Sebastian Schlüsselburg:

Der Bund hat die Chance verpasst auf dem Bildungsgipfel dringend notwendige Reformen im Bildungswesen auf den Weg zu bringen.

Die zentralen Probleme unseres Bildungswesens sind seit langem bekannt: In keinem anderen Industrieland ist der Bildungserfolg so stark abhängig von der sozialen Herkunft wie in Deutschland. 80.000 Schülerinnen und Schüler verlassen jedes Jahr die Schulen ohne Abschluss. Nur 35% eines Altersjahrganges können überhaupt ein Studium aufnehmen. Die Vereinten Nationen sind deshalb sogar der Ansicht, dass in Deutschland das Menschenrecht auf Bildung gefährdet ist.

Die LINKE Berlin kämpft für Chancengleichheit in der Bildung, für eine höhere Abiturquote und dafür, dass alle Schülerinnen und Schüler einen Abschluss erwerben. Diese Bildungsziele sollten über die Parteigrenzen hinweg vereinbart werden.

Zur Umsetzung dieser Ziele brauchen wir einen Nationalen Bildungspakt. Die Bildungsausgaben müssen bundesweit auf 7% des Bruttoinlandsproduktes gesteigert werden. Gleichzeitig brauchen wir eine Änderung des Grundgesetzes, damit Bildung wieder Gemeinschaftsaufgabe zwischen Bund und Ländern werden kann.

In Berlin wird Rot-Rot durch Einführung der Gemeinschaftsschulen, den Abbau selektiver Elemente im Schulwesen und der Ablehnung von Studiengebühren den Zugang zu Bildung weiter verbessern.