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27. Januar 2009 Landesvorstand

Zum Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus

»Es ist geschehen, folglich kann es wieder geschehen.«
Primo Levi

Zum heutigen Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus erklärt der Landesvorsitzende Klaus Lederer:

Am 27. Januar 1945 wurde das Vernichtungslager Auschwitz von der Roten Armee befreit. Das Leiden und der Tod der von den Nazis nach Auschwitz verschleppten Menschen stehen symbolisch für die Millionen Opfer der nazistischen Vernichtungsideologie und -praxis. Der heutige Gedenktag ist uns daher Mahnung und Verpflichtung zugleich. Mahnung, das Andenken derjenigen zu bewahren, die von den Nazis gefoltert, geschlagen, gequält und ermordet wurden. Verpflichtung, diejenigen Säulen unseres Gemeinwesens zu schützen und zu verteidigen, die als grundlegende Normen des Zusammenlebens nötig, durch autoritäre und antidemokratische Tendenzen aber immer wieder gefährdet sind: Demokratie, Toleranz und universelle Menschenrechte.

DIE LINKE fühlt sich in der Verantwortung, diese Verpflichtung ständig neu mit Leben zu erfüllen und setzt sich deshalb für die Förderung und Unterstützung kritischen gesellschaftlichen Geists, zivilgesellschaftlichen Engagements sowie für die Integration und ein respektvolles Miteinander aller Menschen ein. Demokratie und Menschenrechte sind keine Selbstverständlichkeit, sie leben durch den täglichen Einsatz vieler Menschen.

Wir wenden uns mit aller Kraft gegen all diejenigen, die nach wie vor mit rassistischen, antisemitischen und autoritären Ideologien gegen andere Menschen hetzen, sie bedrohen und angreifen, weil sie nicht in ihr Weltbild passen. Deshalb rufe ich alle Berlinerinnen und Berliner auf, sich schon morgen um 18 Uhr an der Kundgebung gegen die unerträgliche Nazi-»Mahnwache« unter dem Motto »Stoppt den israelischen Holocaust im Gaza-Streifen« an der Friedrich- Ecke Behrenstraße in Berlin-Mitte zu beteiligen. Zeigen wir den Nazis, dass wir ihre antisemitische Hetze in der Mitte unserer Stadt nicht bereit sind zu akzeptieren.