Michael Grunst, Mitglied des Landesvorstands der Partei DIE LINKE. Berlin, erklärt:
Als vor zwei Jahren Pläne des Energieriesen Vattenfall bekannt wurden, das Kraftwerk Klingenberg durch ein überdimensioniertes Steinkohlkraftwerk zu ersetzen, hat sich von Anfang an Widerstand dagegen formiert. DIE LINKE und die von ihr gestellte Umweltsenatorin Katrin Lompscher haben zusammen mit vielen Bürgerinnen und Bürgern laut und vernehmlich gesagt: »So nicht!« Viele haben sich in der Bürgerinitiative »Nein zum Kohlekraftwerk – der Umwelt zuliebe« engagiert.
Es ist vor allem der Bürgerinitiative zu verdanken, dass im Frühjahr 2007 erstmals die Pläne für den riesigen Kohlekraftwerkneubau in Rummelsburg in der breiten Öffentlichkeit diskutiert wurden. Dabei wurde schnell klar, dass der zu erwartende Ausstoß von Schadstoffen sowie ein über 100 Meter hoher Kühlturm eine umwelt- und stadtentwicklungspolitische Zumutung für den Bezirk Lichtenberg und für Berlin wären. DIE LINKE hat Anfang die Einmischung der Bürgerinnen und Bürger gefördert und sich mit einer Reihe von parlamentarischen Initiativen in der Bezirksverordnetenversammlung Lichtenberg an der Debatte beteiligt. Beispielsweise indem wir alternativ nachhaltige und bezahlbare Lösungen für die Wärmeversorgung der Mieterinnen und Mieter zur Diskussion stellten.
Sollten sich die heutigen Meldungen bewahrheiten, dass Vattenfall die Planungen für ein überdimensioniertes Steinkohlekraftwerk in Rummelsburg aufgibt und nach Lösungen sucht, die aus der Sicht des Klimaschutzes und der Stadtentwicklung sinnvoll sind, wäre das ein großer Erfolg für das bürgerschaftliches Engagement und auch für DIE LINKE. Es zeigt: Protest, aktiver Widerstand und die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger lohnen sich.