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30. November 2009 Landesvorstand

Leben mit HIV in Deutschland – Die Würde des Menschen ist angetastet

Zum morgigen Welt-Aids-Tag erklärt der Landesvorsitzende der Partei DIE LINKE Berlin, Klaus Lederer:

Seit 1988 wird in Deutschland der Welt-Aids-Tag begangen. Jahr für Jahr erklärt und fordert die politische und gesellschaftliche Prominenz Solidarität mit Menschen, die mit dem HI-Virus leben. Wie fragil der offizielle Konsens in dieser Hinsicht ist, mussten wir im vergangenen Jahr erleben, als wir Zeugen fragwürdiger Kampagnen wurden. Im Fall der Sängerin Nadja B., die von der Hessischen Justiz und Teilen der Medien gnadenlos verfolgt wurde oder einer anderen Kampagne, die Menschen mit HIV/Aids mit blutrünstigen Diktatoren auf eine Stufe stellte, wurde die Würde von Menschen mit HIV/Aids massiv verletzt.

Dabei gilt seit 1988: Aids kann nur bekämpft werden, wenn Menschen mit HIV nicht stigmatisiert oder gar kriminalisiert werden. Ihnen muss unsere volle Solidarität gelten, sie gehören als Partnerinnen und Partner an den Tisch.

Deshalb begrüße ich die Initiative der Berliner Gesundheitssenatorin, Katrin Lompscher, Menschen mit HIV endlich in Planung und Umsetzung von Programmen zur Aids-Bekämpfung in Berlin einzubeziehen und als erste deutsche Stadt das GIPA-Prinzip (Greater Involvement of People living with HIV/Aids) umzusetzen.