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15. April 2010 Katrin Lompscher

Wildtierverbot im Zirkus

Berlin hat bereits 2003 im Bundesrat einer Entschließung zum Verbot der Haltung bestimmter wildlebender Tierarten in Zirkussen und zur Errichtung eines Zentralregisters zugestimmt. Der Bund hat diese Entschließung erst teilweise umgesetzt. Das bundesweite Zentralregister für die Erfassung wildlebender Tierarten in Zirkussen wird derzeit aufgebaut. Die weitergehende Forderung nach einem bundesweiten Verbot der Haltung bestimmter Arten von wildlebenden Tieren in Zirkussen lehnt der Bund mit Hinweis auf die Freiheit der Berufsausübung bislang ab.
Katrin Lompscher, Senatorin für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz, erklärt:

Der Berliner Senat hält weiter an der Forderung nach einem solchen Verbot fest. Das Verbot sollte sich insbesondere auf Affen, Elefanten, Giraffen, Nashörner, Raubkatzen, Delfine, Seelöwen und Flusspferde erstrecken.

Solange es aber keine bundesweit einheitlichen Regelungen gibt, setzen wir in erster Linie auf Kontrolle durch die Veterinärämter der Bezirke. Dass in Berlin nur Zirkusse auftreten dürfen, die ihre Tiere in Übereinstimmung mit den deutschlandweit geltenden Vorschriften halten, ist selbstverständlich. Darüber hinaus werde ich anregen, dass in Berlin öffentliche Flächen nicht mehr an Zirkusse vermietet werden, die insbesondere die oben genannten Wildtierarten halten.

Ich bin überzeugt, dass früher oder später ein bundesweites Verbot kommen muss und wird. Dies verlangt aus meiner Sicht der Tierschutz. Die Zirkusse sollten sich daher zumindest keine neuen Tiere mehr anschaffen.

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