Zu den bekannt gewordenen Plänen der Verkehrsunternehmen, die Fahrpreise zu steigern, erklärt die verkehrspolitische Sprecherin Jutta Matuschek:
Die Verkehrsunternehmen setzen ihren Kurs gegen die eigenen Fahrgäste fort. Statt ihre Stammkunden zu pflegen und für treue Gefolgschaft auch in schwierigen (Bau)Zeiten zu belohnen, soll kräftig abkassiert werden:
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ca. 10 Prozent bei den Monatskarten; |
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bei Schüler- und Geschwistertickets wird draufgelegt, fast 9 Prozent Steigerung; |
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statt der eigenen Einschätzung zu folgen, nach der im Kurzstreckenbereich die Tickets deutlich zu teuer seien, eine Korrektur zu deutlich günstigeren Fahrpreisen zu erwarten gewesen wäre, wird durch den Verzicht auf die Rückfahrtmöglichkeit bei Einzelfahrscheinen de facto eine Verdopplung der Fahrpreise in diesem Bereich vorgenommen; |
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der Verzicht auf die bisherige Regelung zur Fahrradmitnahme verprellt die Kunden, die ÖPNV und Fahrrad-Verkehr verknüpfen und treibt sie raus aus dem ÖPNV. |
Einziger Lichtblick ist die künftige 10 Uhr-Karte, deren Einführung überfällig war.
Ein Festhalten an dem Kurs, das Angebot auszudünnen und die Preise anzuheben, führt nicht aus der Finanzmisere der Verkehrsunternehmen, sondern verschärft sie.
Was den Verkehrsunternehmen fehlt, ist ein abgestimmtes Werben um neue Kunden und Kostensenkungen bei Vertrieb und anderen Bereichen. Der ruinöse Kundenklau zwischen den Verkehrsunternehmen schadet beiden. Die beabsichtigte Einführung des elektronischen Ticketings ist vor allem teuer.
Politisch Verantwortliche und Verkehrsunternehmen müssen noch einmal an einen Tisch. Das letzte Wort ist noch nicht gesprochen.