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4. Dezember 2003 Landesvorstand

Wider eine Lex Kopftuch

Die migrationspolitische Sprecherin des Landesvorstandes der PDS-Berlin, Kadriye Karci, erklärt:  

Die Entscheidung des Verfassungsgerichtes zu Kopftüchern an Schulen hat auch in Berlin kontroverse Debatten ausgelöst. Über das Thema wird weiterhin diskutiert werden.

Ich unterstreiche: Die Emanzipation der muslimischen Frauen, das friedliche Zusammenleben aller Religionen, die Integration andersgläubiger Menschen in unsere Gesellschaft wird nicht durch das Verbot des Kopftuches gelingen.

Gerade die emanzipierten Frauen wissen, dass die Emanzipation in erster Linie mit der ökonomischen Unabhängigkeit zu tun hat. Das geht vor allem durch das Erlernen eines Berufes und berufliche Tätigkeit. Wenn eine Frau mit hohem Bildungsniveau Kopftuch trägt, hat dies nur mit der Selbstbestimmung zu tun. Ein Kopftuchverbot indes würde sich gegen die Selbstbestimmung richten.

Deshalb unterstütze ich den Aufruf der Bundesbeauftragten für Migration, Flüchtlinge und Integration, Marieluise Beck, und weiterer Unterzeichnerinnen »wider eine Lex Kopftuch«.