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28. September 2017 Landesvorstand

Die Volksbühne muss arbeiten – die Debatte um Stadtpolitik muss weitergehen

Erklärung des Geschäftsführenden Landesvorstands

Die Aktivist*innen haben das Angebot der Volksbühne, den Grünen Salon und den Pavillon zu nutzen, nicht angenommen. Dabei war es auch im Austausch mit der Belegschaft des Theaters nicht unkompliziert, dieses Angebot überhaupt zu machen. Wir als DIE LINKE haben unseren Kultursenator Klaus Lederer von Anfang an unterstützt, für die Anliegen der Aktivist*innen eine Lösung zu suchen und Räume zu finden. Aber den Anspruch vieler Menschen auf ihr öffentliches Theater kann niemand ignorieren. Auch der Wunsch der Belegschaft der Volksbühne darf in der Debatte nicht vergessen werden.

Klar ist, dass mit dem Ende der Inszenierung an der Volksbühne – wie die Aktivist*innen ihre Aktion selbst bezeichnen – die stadt- und kulturpolitischen Konflikte nicht aufgelöst sind. Weiterhin kämpfen Menschen gegen Verdrängung von Menschen mit mittleren und geringen Einkommen aus der Stadt. Weiterhin wehren sich Künstlerinnen und Künstler gegen das Wegbrechen von Ateliers und kulturellen Freiräumen. Und auch die Diskussion um die künstlerische Ausrichtung der Volksbühne wurde geführt und wird während der ersten Spielzeit unter neuer Intendanz weiter geführt werden.

Als DIE LINKE werden wir mit unserer Politik weiter alles tun, um den Ausverkauf der Stadt gegen ihre Menschen zu verhindern. Es gab und gibt weiter vielfältige Angebote, die in der Volksbühne stattgefundenen Debatten und künstlerischen Aktionen in anderen Räumen weiter zu führen.

Unser Dank gebührt Klaus Lederer und den Mitarbeiter*innen seiner Verwaltung für den besonnenen Umgang mit der Situation und für die vielen Gesprächen und Angebote mit und gegenüber den Aktivist*innen. In den letzten Tagen ist an der Volksbühne deutlich geworden, dass es auch im Umgang mit Protesten aus dem gesellschaftlichen Raum einen Unterschied macht, ob DIE LINKE regiert.