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16. Oktober 2007

Die MAS zu Gast bei der LINKEN in Berlin

Die aktuelle Situation in Bolivien und die Kooperation zwischen den bolivianischen Freunden von der Bewegung zum Sozialismus (MAS) und dem Landesverband der Partei DIE LINKE in Berlin waren Gegenstand eines Gespräches in Berlin zwischen dem Vizepräsidenten der MAS, Gerardo Garcia Mendoza, dem Landesvorsitzenden Klaus Lederer und dem Landesgeschäftsführer der Berliner LINKEN, Carsten Schatz. An dem Gespräch nahm auch der Botschafter der Republik Bolivien in der Bundesrepublik Deutschland, Seine Exzellenz Walter Prudencio Magne Veliz, teil. Wir informierten uns über den Stand des verfassungsgebenden Prozesses und der Vorhaben der Regierung Evo Morales, über die aktuelle politische und ökonomische Situation und die Lage der sozialen Bewegungen, insbesondere der indigenen Bevölkerung. Mit Interesse wurden unsere Erfahrungen im Kampf um soziale Verbesserungen in der Koalition mit den Berliner Sozialdemokraten aufgenommen. Das Augenmerk galt beiderseitig dem prozesshaften Charakter politischer Veränderungen vor dem Hintergrund von gesellschaftlicher Bewegung, sehr konkreten Erwartungen und den spezifischen Rahmenbedingungen. Die bolivianischen Genossinnen und Genossen berichteten über die ihre Reformen tragenden politischen Grundsätze, die stark von der indigenen Lebenskultur geprägt sind. In ihnen spielt die Verbindung von sozialer Partizipation, dem bewahrenden Umgang mit Naturressourcen und die kulturelle Selbständigkeit der indigenen Völker eine herausgehobene Rolle. Ein Aspekt war die Aufklärung über die Bedeutung der Kokapflanze in der Kultur der bolivianischen Bauernschaft. Wir verabredeten, den Kontakt fortzusetzen und haben Ideen und Ansätze für konkrete Kooperation und Unterstützung für die Veränderungsprozesse in der Republik Bolivien gefunden, an denen es weiter zu arbeiten gilt. Das sehr freundschaftliche Gespräch war eine spannende Horizonterweiterung für uns!