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6. August 2008

Gedenken an der Friedensglocke

Abrüstung bleibt ein entscheidendes Gebot unserer Zeit

Heute vor 63 Jahren fand der US-amerikanische Atombombenabwurf auf die japanische Stadt Hiroshima statt, drei Tage später wurde Nagasaki von einer zweiten Atombombe getroffen. Dies kostete Zehntausende Menschen ihr Leben.Mit diesen Ereignissen begann eine Ära, in der Kriege sich mit der Gefahr des Einsatzes von Kernwaffen und damit die Vernichtung der Menschheit verbinden.

In der Krise zwischen den Supermächten um die Intervention in der Schweinebucht und der anschließenden Stationierung von Trägerraketen auf Kuba 1962 stand die Welt am Rande eines internationalen Atomkriegs. Heute besteht beispielsweise bei den Konflikten mit dem Iran, aber auch zwischen Indien und Pakistan stets die Gefahr, dass  sie  die Dimension atomarer Auseinandersetzungen annehmen können. Angesichts dessen bleibt eine atomwaffenfreie Welt nach wie vor ein wichtiges politisches Ziel, Abrüstung ein entscheidendes Gebot der Gestaltung der internationalen Beziehungen.

Dies gilt erst Recht nach dem Ende des Kalten Krieges. Für DIE LINKE. Berlin ist der Hiroshima-Gedenktag Anlass zur Mahnung und zur Betonung ihres Engagements für eine Welt ohne Atomwaffen. 

Am heutigen Tag nahmen wir den Hiroshima-Gedenktag zum Anlass, an der Friedensglocke im Volkspark Friedrichshain Blumen im Gedenken an die Opfer niederzulegen. Außerdem nahmen wir teil an der Gedenkveranstaltung des Bezirksamtes Friedrichshain-Kreuzberg, der Friedensglockengesellschaft, des Deutschen Friedensrates, des Deutsch-Japanischen Friedensforums und des IPPNW. Dort sprachen mit Herrn Hideto Sotobayashi ein Überlebender des atomaren Infernos, Bärbel Schindler-Saefkow vom Deutschen Friedensrates, der Vizebürgermeister von Friedrichshain-Kreuzberg, Knut Mildner-Spindler und Vertreter der Friedensglockengesellschaft. Der Bürgermeister von Hiroshima Herr Tadatoshi Akiba übermittelte ein Grußwort, dass von Vertretern der IPPNW verlesen wurde.

Bürgermeister Harald Wolf mahnte mit Blick auf die Berliner Rede des US-Präsidentschaftskandidaten Barack Obama, es gelte für alle Staaten, sich an den Konventionen des Atomwaffensperrvertrags zu halten. Wolf (DIE LINKE) mahnte, Worten müssten Taten folgen. Mit dabei auch die Senatorin Heidi Knake-Werner, die Bürgermeisterinnen von Lichtenberg und Marzahn-Hellersdorf, Christina Emmrich und Dagmar Pohle, der amtierende Fraktionsvorsitzende Stefan Liebich und weitere Politikerinnen und Politiker der Partei DIE LINKE. Berlin. Die Gedenkveranstaltung endete mit dem Schlagen der Friedensglocke, viele blaue Friedensluftballons stiegen zum Himmel auf.