Zurück zur Startseite

4. August 2009

Mit den Opfern des Anschlags in Tel Aviv

smash homophobia

Solidarität mit den Opfern des Anschlags in Tel Aviv
Demonstration gegen Homophobie worldwide

Am 1. August starben eine 17jährige und ein 24jähriger, 15 weitere wurden z.T. schwer verletzt, als ein komplett schwarz Maskierter in die lesbisch-schwule Niederlassung der Agudah in Tel Aviv eindrang und mit einem Maschienengewehr eine junge Coming-Out-Gruppe angriff. In der queeren Community in Tel Aviv, aber auch weltweit, herrscht seitdem Trauer und Entsetzen. Der Mörder läuft immer noch frei herum, die Sicherheit von Schwulen, Lesben, Bi- und Transsexuellen ist weiter bedroht.

In Berlin organisierten das israelisch-deutsche Gay-Netzwerk meschugge zusammen mit Gloria Viagra eine Demonstration in Berlin, die gleichsam unsere Solidarität gegenüber der israelischen queeren Community, wie auch unsere Wut gegenüber weltweiter Homophobie und Hassgewalt ausdrückte. Die LINKE beteiligte sich an der Demonstration auch als Signal an die Emanzipationsbewegung der Schwulen, Lesben, Bi- und Transsexuellen, nicht nachzulassen, sondern gemeinsam für Gleichberechtigung und Akzeptanz zu kämpfen. In Israel wird der Anschlag Anlass sein für eine harte Auseinandersetzung um die Einstellungen und Äußerungen ultraorthodoxer Gruppen, der Schas-Partei und die ideologischen und rechtlichen Grundlagen des Staates. Eine Auseinandersetzung, die weltweit geführt werden muss, damit ein gesellschaftliches Klima entsteht, welches solchen Hass garnicht erst entstehen lässt und solche Verbrechen nicht möglich macht.

Wir werden unser möglichstes tun, um auf parlamentarischer und außerparlamentarischer Ebene dazu beizutragen. Vor allem aber bleiben unsere Gedanken bei den jungen Opfern, welche es nicht verdient haben, für ihren Mut das Leben zu verlieren.
 

Terence
LAG queer