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28. Januar 2009

Nach dem Holocaust-Gedenktag

Rund 500 Menschen protestierten einen Tag nach dem Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus gegen eine »Mahnwache« der NPD unter dem Motto »Stoppt den israelischen Holocaust im Gaza« in Berlin- Mitte. Sie folgten einem Aufruf aller im Berliner Abgeordnetenhaus vertretenen Parteien zu einer Kundgebung in der Berliner Friedrichstraße. Für DIE LINKE sprach dort der Landesvorsitzende Klaus Lederer, der zur Wachsamkeit und zivilgesellschaftlichen Engagement gegenüber Naziaktivitäten und Antisemitismus aufrief. Neben den RepräsentantInnen der Parteien sprachen auch der Präsident des Abgeordnetenhauses Walter Momper sowie Nele Hess vom DGB Berlin-Brandenburg. Unter den Protestierenden wurde auch die Vizepräsidentin des Deutschen Bundestags Petra Pau begrüßt.

Im Anschluss an die Kundgebung demonstrierten die Anwesenden zum Bahnhof Friedrichstrasse. An dessen von der belebten Friedrichstrasse abseits befindlichen Ende hatten die Neonazis ihre Mahnwache kurzfristig unter dem Eindruck der Proteste verlegen müssen. Dort mussten sie, durch die Polizei weitgehend von der Öffentlichkeit abgeschirmt, im Dunkeln ausharren.