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18. September 2009

Weil sie es wert sind!

Bessere Pflegebedingungen sind nötig

Besuch im Karl-Liebknecht-Haus heute gegen Mittag: Beschäftigte der Diakonie kommen zu uns, um auf ihre Kampagne »Weil wir es wert sind« aufmerksam zu machen.

Tausende haben Unterschriften für eine andere Politik im Bereich der Pflege von hilfebedürftigen Menschen gesammelt, die nun den Regierenden übergeben wurden. Karl Holluba, Christel Rajda und ich nahmen eine Dokumentation zur Kampagne entgegen und sprachen mit unseren Besucherinnen und Besuchern.

2,2 Mio. Menschen in Deutschland sind auf Pflege angewiesen. Das zeigt, wie zentral das Thema für Viele ist. Die Diakonie tritt wie andere Sozialverbände für eine Pflege unabhängig vom Einkommen, für einen neuen Qualitätsrahmen, für angemessene finanzielle Grundlagen für qualifiziertes Personal, für eine bessere Anerkennung pflegender Verwandter ein.

Als Zivildienstleistender hatte ich selbst mit der Finanzierung aufgrund von Pflegestufen Berührung. Viel Zeit für den wirklich dringend nötigen persönlichen Kontakt und Austausch bestand selten, dafür mussten Dokumentationen geführt werden. Schwierige finanzielle Rahmenbedingungen drückten auf die Qualität der Arbeit mit den Menschen. Intensive Zuwendung ist nötig, weshalb wir eine solidarische Pflegefinanzierung auf breiter Basis brauchen.

Es verdient Respekt, mit welchem Engagement sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Pflege darum trotz schwieriger Bedingungen kümmern. Es wird Zeit, das diese schwierigen Bedingungen verändert werden.

Klaus Lederer