DIE LINKE. Berlin


24. August 2009

DIE LINKE würdigt die Brüder Wilhelm und Alexander von Humboldt

Ihr Vermächtnis darf nicht in Vergessenheit geraten

Anlässlich des Humboldt-Jahres besuchte der Kandidat der Reinickendorfer LINKEN zu den Bundestagswahlen, Felix Lederle, am 24. August das inzwischen für die Öffentlichkeit wieder zugängliche Schloss Tegel. Nach einer Führung durch das seit 1776 im Humboldt’schen Besitz befindliche Anwesen und einem Rundgang durch den anliegenden Park legte er an der Ruhestätte der Familie Humboldt Blumen nieder.

Felix Lederle würdigte die unschätzbaren Leistungen der Brüder und gedachte insbesondere Alexander von Humboldt, dessen Todestag sich in diesem Jahr am 6. Mai zum 150igsten Mal gejährt hat. Alexander von Humboldt sei einer der ersten Kosmopoliten der Neuzeit und einer der bedeutendsten Wissenschaftler seiner Zeit. Er lebte und forschte in Hochachtung vor der Natur. Heute würden wir ihn im besten Wortsinne als Ökologen bezeichnen. Sein offenes Auftreten als Humanist gegen Sklaverei und Rassismus oder für eine allgemeine Bildung und sein vorurteilsfreier, interdisziplinärer Forscherdrang seien beispielhaft.

Humboldts Vermächtnis – so Felix Lederle – gebe bis in die heutige Zeit Denkanstöße für eine moderne solidarische Gesellschaft. Seine Erkenntnis der Verantwortlichkeit menschlichen Wirkens in der Natur und der Auswirkungen ökonomischen Handelns auf die Umwelt liege bspw. auch dem Bundeswahlprogramm der LINKEN zugrunde, wenn es bspw. um Fragen der Globalisierung, der »einen Welt«, des Erhalts der Umwelt und des globalen Klimaschutzes geht. Als Aufklärer war Humboldt davon überzeugt, dass der Mensch qua seiner Vernunft seine Umwelt positiv gestalten kann. Diese Grundüberzeugung teilt DIE LINKE, die immer vor blindem Marktvertrauen gewarnt hat und in der gegenwärtigen Krise entschlossenes politisches Gegensteuern und verbindliche Regeln einfordert.

Das weltweit bewunderte Wirken der Humboldt-Brüder hat dem heutigen Berliner Stadtteil Tegel namentlich einen beständigen Platz in Geschichte, Wissenschaft und Literatur gesichert. Um so enttäuschender sei es, so Felix Lederle abschließend, dass bislang keine Aktivitäten des Reinickendorfer Bezirksamtes oder der BVV zur Würdigung der beiden bedeutenden Söhne unseres Bezirkes im Humboldt-Jahr 2009 unternommen wurden. Das kosmopolitische, humanistische und ökologische Gedankengut eines Alexander von Humboldt darf nie in Vergessenheit geraten!

»Humboldt überschüttet uns mit geistigen Schätzen«, sagte Goethe über Alexander von Humboldt. Bezirkspolitik und Verwaltung stehen in der Pflicht, diese »Schätze« für die Bürger weiter bekannt und verfügbar zu machen, kritischem und neugierigem Geist in unserer Gesellschaft ein Beispiel zu geben, Wissensdrang anschaulich zu machen und lebendig zu halten. DIE LINKE wird nachfragen, warum Bezirksamt und BVV das Humboldt-Jahr verschlafen.

Quelle: http://www.die-linke-berlin.de/politik/in_bildern/2009/wilhelm_und_alexander_von_humboldt/