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17. Juli 2010

LINKE.queer auf der EuroPride in Warschau

Mit Unterstützung der Kampania Przeciw Homofobii und der Rosa-Luxemburg-Stiftung nahm die LINKE.queer am Warschauer CSD teil. Schon in vergangenen Jahren waren wir dabei. Dieses Jahr fand dort jedoch auch die EuroPride statt.

Wir freuen uns, dass mit dieser ersten osteuropäischen EuroPride die Aufmerksamkeit für die starke Ausgrenzung und Diskriminierung von Homo- und Transsexuellen in Ländern wie Polen, Ungarn oder Rumänien gewachsen ist. Die queere Community dort ist auf viel Solidarität und Unterstützung angewiesen, um die alten Menschenbilder in den Köpfen der Bevölkerung verändern zu können.

Bereits vor der Parade versuchten verschiedene Demonstrationszüge polnischer Nationalisten, die bunte Parade zu stören und zu bedrohen. Als wir uns ihnen beim Pride House, der zentralen EuroPride-Anlaufstelle, entgegenstellten, konnte nur unser Transparent die verschiedenen Wurfgeschosse, wie Flaschen, Eier und Rauchbomben, abwehren. Auch die Parade selbst wurde von Rechtsextremisten und fundamentalistischen Katholiken begleitet, die u.a. skandierten »Perverse zurück nach Berlin«. Beeindrucken hat sich davon keiner lassen, obwohl die polnische Polizei anfangs nichts gegen die Störungen und Angriffe unternahm. Stattdessen feierten wir nur umso lauter auf den bunt geschmückten Trucks.

Letztlich war die Parade ein Erfolg. Nicht nur nahmen zum Teil doppelt so viele Menschen teil, wie in den vergangenen Jahren, die Rechtsextremisten konnten die Parade auch weder verhindern, noch ernsthaft gefährden. Bereits nach den ersten Trucks gingen ihnen die Wurfgeschosse dafür aus. Als sich dann ihre Wut entlud, reagierte die Polizei mit mehreren Festnahmen.

Für uns war das Wochenende in Warschau ein tolles Erlebnis. Wir konnten neue Kontakte knüpfen, die Stadt erkunden, zur Abwehr der Rechtsextremisten beitragen und viel Spaß haben. Wir freuen uns schon, unsere polnischen Freundinnen und Freunde nächstes Jahr erneut zu sehen!

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