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11. August 2010

Keinen Fußbreit der braunen Propaganda

In der Nacht vom 5. zum 6. August wurde Oberschönweide zum Ziel von »Nationalen Kräften« und ihrer unsäglichen Propaganda. Im gesamten Kiez um die Wilhelminenhofstraße und im Kranbahnpark wurden rechte Parolen auf die Bürgersteige, die Wände, Sitzbänken und Brückengeländer gesprüht. Insbesondere die großflächig angebrachten Slogans »NO GO AREA TREPTOW« ließen DIE LINKE aus Oberschöneweide sofort aktiv werden.

Martin Westendorf von der LINKEN Oberschöneweide sagte: »Wir werden nicht zulassen, dass in Treptow Menschen, die nicht in das verschrobene Weltbild der Nazis passen, vertrieben werden oder in Angst leben müssen!
Es ist schon schlimm genug, dass Schöneweide mit der Gaststätte »Zum Henker« in der Brückenstraße einen zentralen Nazi-Treffpunkt hat und das Gebiet um den S-Bahnhof Schöneweide in den Abend- und Nachtstunden faktisch ein »No-go-Area« für ausländische Mitbürger und Linke geworden ist. Einer weiteren Ausdehnung werden wir uns massiv entgegenstellen. ›Schöneweide bleibt Nazi-Frei‹ darf nicht nur eine leere Phrase sein!«

Die Sitzbänke im Kranbahnpark werden gereinigt

Am gestrigen Tage trafen sie sich, um die übelsten Schmierereien selber zu entfernen. Mit »Graffiti-Killer« und Bürsten ausgerüstet sind ca. 10 Genossen den rechten Parolen zu Leibe gerückt. Mit dabei waren auch Hans Erxleben, Vorsitzender der AG Antifaschismus und Karin Kant vom Bezirksvorstand der LINKEN. Die nicht unerheblichen Materialkosten für die speziellen Reinigungsmittel wurden vom Bezirksverband der LINKEN Treptow-Köpenick bezahlt.

Besonders Hartnäckig: Farbe auf rauhem Beton

Aktiv gegen Rechts

Aber nicht nur die LINKE zeigte Flagge. Offenbar gibt es in Schöneweide noch genug Bürger, die dem Nazidünkel etwas entgegenhalten wollen. So waren viele der Schmierereien an den Häuserwänden der Wilhelminenhofstraße bereits von Anwohner übermalt worden.

Bleibt zu hoffen, dass die Behörden dem Beispiel der Schöneweider folgen und bald aktiv werden und dass sich, parteiübergreifend, alle demokratischen Kräfte dem braunen Mob auch weiterhin entgegenstellen.

SCHÖNEWEIDE BLEIBT NAZI-FREI!