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16. Juni 2011

Punkten mit Punkten

Als Spitzenkandidat Harald Wolf den roten Punkt drückte, enthüllte sich das Motto des Wahlquartiers der Linken Berlin: der rote Punkt für das soziale Berlin.

Zuvor hatten Harald Wolf und Landesvorsitzender Klaus Lederer in kurzen Reden dargestellt, dass es ein soziales Berlin ohne die Linke nicht geben wird. Nur mit uns werde es weiter einen ÖBS geben, werde es weiter gelingen, Zwangsumzüge zu verhindern, werde es ernsthafte Bemühungen geben, die Mietpreisentwicklung einzudämmen, werde es gute Arbeit zu guten Löhnen geben, auch im öffentlichen Dienst. Nur mit uns werde die gute Zusammenarbeit mit den Gewerkschaften und Initiativen und Projekten der Zivilgesellschaft weiter gehen.

Das machte dann auch die Vorsitzende der Berliner Volkssolidarität, Heidi Knake-Werner, deutlich. »Berlin braucht die Linke, um die soziokulturelle Infrastruktur der Stadt zu sichern und den sozialen Zusammenhalt zu stärken«, sagte sie und ermunterte dazu, sich von Umfragen und der medialen Konzentration auf den vermeintlichen Zweikampf Wowereit-Künast nicht beirren zu lassen.

Hamze Bytyci, Vorsitzender der Roma-Jugendorganisation amaro drom, ergänzte, die Linke habe an der Seite der Leute gestanden, von denen viele ganz unten stehen, nämlich der Roma, die aus Osteuropa und Ex-Jugoslawien hierher gekommen sind. »Ohne euch, ohne die Unterstützung durch die ÖBS-Stellen und die politische Hilfe, hätten wir hier nie eine Anlaufstelle aufbauen können«.

Die Wahlkämpferinnen und Wahlkämpfer freuten sich und zeigten dann, was die Linke auch ist: eine lebenslustige und bunte Partei, die kämpft, weil sie was erreichen will und die feiert, weil Freude nunmal das Lebenselixier dafür ist, wenn man die Welt verbessern will. Der heimliche Renner des Abends war übrigens ein Kleidungsstück: ein Tuch mit roten Punkten, das schon kurz nach Beginn vergriffen war. Unbestätigten Gerüchten zufolge soll es jedoch Nachlieferungen geben für alle, die dokumentieren wollen: Wir bringen's auf den Punkt