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23. Februar 2011

Wir wollen für alle Menschen Gute Arbeit – sicher und fair!

Wir wollen für alle Menschen Gute Arbeit – sicher und fair!

Unter diesem Motto rief der DGB heute zu einer Protestaktion vor dem Kanzleramt auf, in dem sich das Bundeskabinett zeitgleich zur wöchentlichen Sitzung versammelte. Schwerpunktthema der Aktion, die von der LINKEN unterstützt wurde, war die Leiharbeit, die längst keine Ausnahme mehr ist.

Die Zahl der Beschäftigten in der Leiharbeit hat sich in den letzten Jahren verdreifacht. Fast 1 Millionen Menschen sind inzwischen in der Leiharbeit beschäftigt. Ohne Eingreifen der Politik wird Leiharbeit ab 1. Mai 2011 noch stärker zu Lohndumping missbraucht, denn sie ist dann ohne Einschränkung grenzüberschreitend möglich.

Für diesen Missbrauch der Leiharbeit durch die Bosse zahlen die Leiharbeiterinnen und Leiharbeiter den Preis: sie leben in ständiger Unsicherheit, weil »hire and fire« gang und gäbe ist. Und für diese Unsicherheit und ständige Flexibilität verdienen sie in der Regel 30 Prozent weniger, als fest angestellte Kolleginnen und Kollegen, die die gleiche Arbeit machen.

Der DGB fordert:

  • Gleichen Lohn für gleiche Arbeit in der Leiharbeit ab dem ersten Tag der Beschäftigung
  • Einen allgemeinen gesetzlichen Mindestlohn von 8,50 Euro
  • Verhinderung von Lohndumping bei grenzüberschreitender Zusammenarbeit
  • Ein Verbot zum Einsatz von Leiharbeitern in Betrieben ,die bestreikt werden
  • Kein Dauereinsatz von Leiharbeitern in Betrieben und Verwaltungen
  • Mehr Mitbestimmungsrechte der Personal- und Betriebsräte beim Einsatz von Leiharbeit
  • Schluss mit der sachgrundlosen Befristung von Arbeitsverhältnissen
  • Wirksame Bekämpfung der Scheinselbstständigkeit

DIE LINKE, für die Klaus Ernst auf der Kundgebung sprach, unterstützt diese Forderungen und wird sie in den kommenden Tagen und Wochen in die Öffentlichkeit tragen.