Zurück zur Startseite

13. August 2011

Kein Platz für Nazis – nirgendwo!

Mehrere hundert Menschen haben am 13. August, dem 50. Jahrestag des Mauerbaus, in Prenzlauer Berg und Wedding gegen die NPD demonstriert. Die Rechtsextremisten hatten zu einer Kundgebung ausgerechnet auf der Bösebrücke aufgerufen. Die Brücke ist nach Wilhelm Böse benannt. Er war KPD-Funktionär im Prenzlauer Berg und in der Nazi-Zeit im antifaschistischen Widerstand aktiv. 1944 wurde er von den Nazis hingerichtet.

Die Rechtsextremisten blieben wenige und unter sich – von beiden Seiten von Demonstrantinnen und Demonstranten umschlossen und von der Polizei abgeschirmt. Sie kamen keinen Schritt vor und zurück und standen unter Dauerbeschallung von zwei Seiten. Auch die Instrumentalisierung der Mauertoten ist ihnen nicht gelungen. Um 12 Uhr legten die versammelten Gegendemonstrantinnen und -demonstranten eine Gedenkminute ein für die Toten und für eine offene, demokratische und die Menschenrechte achtende Gesellschaft.