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10. Dezember 2011

Nein zu Rassismus - Solidarität mit den Opfern

 

"Enver Simsek, Abdurrahim Özüdogru, Süleyman Tasköprü, Habil Kiliç, Yunus Turgut, Ismail Yasar, Theodoros Boulgarides, Mehmet Kubasik, Halit Yozgat, Michelle Kiesewetter" - langsam verlasen DemonstrantInnen die Namen der migrantischen Opfer der rechtsextremen Terrorgruppe NSU so wie die der insgesamt 183 dokumentierten Opfer rassistischer und rechtsextremer Gewalt. Rund 1000 Menschen demonstrierten in der Berliner Innenstadt gegen Rassismus und Neofaschismus. Aufgerufen hatte ein breites Bündnis aus migrantischen Selbstorganisationen, zivilgesellschaftlichen Projekten, Gewerkschaften und Parteien, darunter die Linke. Mit einem NPD-Verbot alleine seien Rassismus und Rechtsextremismus nicht zu bekämpfen, betonten viele der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Der Rassismus wurzelt tief in der Mitte der Gesellschaft. Das wird durch den Ermittlungsskandal rund um die Morde durch die NSU mehr als deutlich. Rassismus zu bekämpfen heißt deshalb auch, die Institutionen und Verwaltungen zu öffnen, sie für den eigenen Rassismus zu sensibilisieren und aufzuhören, die Menschen einzuteilen in "Ihr" und "Wir", Deutsche und Nicht-Deutsche, MigrantInnen, Nicht-MigrantInnen. 

Fotos: Sandra Kaliga